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Vorsichtig optimistisch

Die Gehälter bei der insolventen Bäckereikette Lila Bäcker sind bis Ende Februar gesichert. Und wie geht es danach weiter? Foto: Mario Töpfer

 

Die Stimmung im Insolvenzverfahren der Bäckereikette Lila Bäcker ist „vorsichtig optimistisch“, berichtet der NDR. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hatte am Wochenende zu einer Informationsveranstaltung nach Pasewalk eingeladen zu der viele Mitarbeiter und die beratenden Anwälte kamen. Derzeit würden sämtliche Unterlagen geprüft und neue Konzepte erarbeitet. Jede Filiale stehe auf dem Prüftstand. Die Gehälter seien bis Ende Februar gesichert. Die Rechtsanwälte sind optimistisch, dass der Betrieb auch danach weitergeführt werden kann. Noch ausstehende Löhne seien inzwischen bezahlt worden.

Die Gewerkschaft wirft der Firmenleitung von Lila Bäcker vor, nicht früh genug gehandelt zu haben. Die Schließung von zwei Betriebsstätten, Fehler in der Sortimentsbereinigung und fehlende Unternehmenskommunikation hätten ebenfalls zur Schieflage beigetragen. Die Unternehmensleitung macht indes den heißen Sommer 2018, steigende Kosten und die ehemalige Geschäftsführung verantwortlich, gegen die derzeit eine Strafanzeige wegen des Verdachts der Untreue läuft. Lag der Umsatz des Unternehmens im Jahr 2016 noch bei 142 Millionen Euro, so werden für das vergangenen Jahr nur noch 130 Millionen Euro erwartet.