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Brötchen zu billig?

Was kostet die Brötchen im Korb? Verbraucher schätzen zwischen 4,50 und 8 Euro. Sind die Preise noch zu niedrig? Screenshot: NDR

 

Kunden kennen offenbar die Preise von Brötchen nicht. Für fünf Brötchen (Sesam, Mohn, Körner, Laugen und Weizen) schätzten Verbraucher bei einer Umfrage des Norddeutschen Rundfunks den Preis zwischen 4,50 und 8 Euro. Tatsächlich kosteten sie beim teuersten Bäcker gerade 4 Euro. Da scheint noch was zu gehen, bei den Preisen.

Doch das war nur ein Seitenaspekt bei der Verbrauchersendung Markt im dritten TV-Programm des NDR am Montag (02.09.2019). Die Fernsehmacher ließen von Brotsommelier Tim Lessau von der Braaker Mühle (21 Standorte im Nordosten Hamburgs) stichprobenartig Weizenbrötchen aus dem Supermarkt, von Bäckereiketten und vom Handwerksbäcker beurteilen.

Das Ergebnis des anonymisierten Tests: Beim Handwerksbäcker (Pritsch aus Hamburg) schmeckt es am besten. Brotsommelier Lessau bescheinigte eine „lange Teigreifung, wenig Hefe, malzige Aromen und einen guten Unterschied zwischen Kruste und Krume“. Und mit 35 Cent war dieses Weizenbrötchen eines der preiswertesten im Test.

Das Brötchen von Rewe (15 Cent) fiel komplett durch: Lessau fand es „mehr als ungenügend, geschmacklich nicht ausgereift, zu hell gebacken“. Von Allwörden (45 Cent, Lessau: „gut gebacken, starker Hefegeruch“) war da schon besser. Dat Backhus (43 Cent) schmeckte Lessau am zweitbesten: „Der Teig ist lange gereift, schmeckt gut.“ Tatsächlich bestätigt Dat Backhus dem NDR, dass die Brötchen eine Stückreife von 10 Stunden haben.

Fazit: Eine positive Sendung für handwerkliche Bäcker, die auf lange Teigführungen setzen mit den üblichen Seitenhieben auf Backmittel, die aber moderat ausfielen. Ernährungsberaterin Susanne Büscher lieferte gleich die Argumente mit, warum Brötchen mit längerer Teigreifung bekömmlicher sind.

In der Mediathek können Sie die 7-Minuten-Sendung noch sehen.

PS: Die Bäckerei Marciniak aus Stade, deren Tüte zwar gezeigt, deren Brötchen-Urteil aber nicht im Beitrag zu sehen war, fiel nach NDR-Angaben aus „planungstechnischen Kürzungsgründen“ aus dem Test.