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Vorbildliche Bäko

Treffen in Köln: Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Schäfer leitete die erste Generalversammlung der Bäko-Zentrale.

 

Die Reformfreudigkeit der Bäko als Vorbild für den Zentralverband? Wenn es nach Bäckerpräsident Michael Wippler geht, ist die Wirtschaftsorganisation ein gutes Beispiel, wie sich Organisationen rechtzeitig auf die Veränderungen im Markt einstellen können. Auch die Struktur des Bäckerhandwerks mit Innungen, Landesverbänden und Zentralverband „schreit nach Veränderungen“, sagte Wippler in einem Grußwort während der Generalversammlung der Bäko-Zentrale. Er hoffe, „dass wir zügig und vorausschauend bei den Diskussionen vorankommen“.

Wippler spielte damit auf das Aktionsprogramm „Zentralverband 2030“ an, das der Zentralverband vor wenigen Tagen vorgestellt hatte, um das „Verbandswesen zu modernisieren, zu effektivieren und den veränderten Rahmenbedingungen anzupassen“. Dazu zählt beispielsweise eine Mindestzahl von 30 Mitgliedern in einer Innung. Weitere Fusionen bei Innungen seien nötig, um effektiv für die Mitglieder arbeiten zu können, sagte Wippler back.intern. Die Dreistufigkeit Innung – Landesverband – Zentralverband solle bestehen bleiben, um den jeweiligen Anforderungen gerecht zu bleiben. Auch eine Direktmitgliedschaft von Betrieben in Landesinnungsverbänden wird in dem Aktionsprogramm ins Gespräch gebracht: „Zukünftig soll Betrieben eine Direktmitgliedschaft beim Landesinnungsverband ermöglicht werden, um vor allem größeren Mitgliedern zusätzliches Identifikationspotential zu ermöglichen.“

Im Mittelpunkt der Generalversammlung stand die Fusion der Bäko Marken und Service eG auf die Bäko-Zentrale eG rückwirkend zum 1. Januar 2019. Hintergrund: Bislang hatte die Bäko Marken und Service eG als Dienstleister landesweite Aufgaben übernommen, die beide Bäko-Zentralen betrafen. Da diese Aufgabe entfällt, stimmten beide Genossenschaften für die Fusion. Dadurch entstünden „Synergien zum Wohle unserer backenden Betriebe“, sagte Wippler. Die Genossen der Bäko Marken und Service eG, deren Umsatz ca. 1 % der Bäko-Zentrale betrug, waren bislang weitgehend identisch mit den Genossen der Bäko-Zentrale eG, darum viel die Abstimmung bei beiden Genossenschaften einstimmig aus.

Wiedergewählt wurden die Aufsichtsratsmitglieder der Bäko-Zentrale Dietmar Baalk, Neal Bauer, Hermann Paul, Matthias Retzlaff, Hans-Hermann Schröer und Fritz Trefzger. Künftig soll jedes Jahr rund ein Drittel der Aufsichtsratsmitglieder neu gewählt werden.