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Hofpfisterei verliert 1,9 Mio.

CEO-Fraud – Geschäftsführer-Betrug, so der offizielle Name einer Trickbetrügermasche auf die vor zwei Jahren eine Buchhalterin der Hofpfisterei-Bäckerei hereinfiel, wie die „Süddeutsche“ berichtet. Es war eine Mail ihrer Chefin, die sie anwies, eine Transaktion in Höhe von 1,9 Millionen Euro anzuweisen. Per Fax, ohne persönliche Unterschrift, nach Hongkong. Jetzt wird vor Gericht gestritten, bei wem die Alarmglocken hätten zuerst läuten müssen. Bei der Mitarbeiterin – inzwischen gekündigt. Bei der Hausbank?

Die arme Buchhalterin tat wie ihr geheißen. Sie überwies das Geld ohne nochmalige Rücksprache mit ihrer Chefin, die nur wenige Türen weitersaß. Schließlich deutete nichts darauf hin, dass die Mail mit dem Auftrag nicht von ihrer Chefin kam. Tatsächlich wurde sie aber von Trickbetrügern in China abgeschickt.

Zwar konnte das Geld bei der Bank in Hongkong festgesetzt werden, wie die Zeitung weiter berichtet, aber ob das Geld tatsächlich zurückfließt, steht in den Sternen. Der 23. Senat des Oberlandgerichts entschied jetzt, dass die Schuld zu einem Viertel bis zu einem Drittel bei der Bank liege und forderte die Firmen auf, einen Vergleich anzustreben. Zudem laufe ein Zivilverfahren in Hongkong sowie zwei Strafverfahren, eins in Deutschland und eins in China.

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