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2. Weinheimer Brotforum

Rund 120 Besucher aus Deutschland und den angrenzenden Ländern besuchten das 2. Weinheimer Brotforum. Beleuchtet wurde die „Zukunft des Brotes“ aus ganz verschiedenen Sichtweisen. Ein drittes Weinheimer Brotforum ist in Planung, voraussichtlich jedoch erst wieder in zwei Jahren, im 1. Quartal 2019.

Das Programm des 2. Weinheimer Brotforums war vielfältig: Mit dabei war „Brotpurist“ Sebastian Däuwel, der als Quereinsteiger frische Ideen mitbrachte. Seine Bäckerei öffnet er nur von Dienstag bis Freitag jeweils erst ab 15.30 Uhr. Er bietet täglich lediglich vier Sorten an und verkauft in knapp drei Stunden bis zu 500 Brote, zum Preis von 4,50 bis 6.50 Euro, was einem Kilopreis von bis zu 10 Euro entspricht.

Prof. Thomas Vilgis erklärte als Physiker die Magie des Brotes aus molekularer Sicht. Kultbäcker Peter stellte „Streetfood mit Brot“ vor. Prof. Michael Kleinert sprach zum Thema „Brot und Digitalisierung“. „Demnach stehen unserer Branche große Umbrüche bevor“, kommentiert Akademiedirektor Bernd Kütscher.

Als letzter Referent des Brotforums begeisterte Heiner Kamps mit seiner Lebensgeschichte. Die 1981 gegründete, nach ihm benannte Bäckerei hatte er seinerzeit zu Europas größten Backkonzern aufgebaut und dann für eine Milliarde Euro verkauft. Derzeit ist er Miteigentümer und Aufsichtsrat des Molkereikonzerns Müller mit einem Konzernumsatz von 6,5 Milliarden Euro. Dass er als gelernter Bäckermeister trotz vieler Engagements dem Brot verbunden bleibt, zeigte Kamps durch die Vorstellung des erfolgreichen Bäckereikonzepts „Bastians“, in das er investiert – benannt nach seinem Sohn. Sehr offen präsentierte er dabei auch betriebswirtschaftliche Zahlen: „Sie sehen, man kann auch mit nur drei Filialen sehr erfolgreich gutes Geld verdienen“.