Kanzler lobt Ausbildungsarbeit
Als Symbol der deutschen Brotkultur und handwerklicher Backtradition überreichte ZV-Präsident Roland Ermer dem Bundeskanzler Friedrich Merz am gestrigen Tag des Deutschen Brotes den traditionellen Brotkorb. Zudem gab der Verband die aktuellen Azubi-Zahlen im Bäckerhandwerk bekannt. Demnach sind die Zahlen der Auszubildenden der Bäcker um 12,1 Prozent auf 4.593 gestiegen. Auch im Bereich Bäckereifachverkauf ist die Zahl um 11,8 Prozent auf 6.668 Auszubildende gestiegen. Insgesamt machen 11.389 junge Menschen eine Ausbildung im Bäckerhandwerk. Mit diesem Wachstum stehen die Ausbildungsberufe im Bäckerhandwerk gegen den bundesweiten Trend, nach dem die Zahl der Ausbildungsverträge um insgesamt – 2,1 Prozent abnahm. Der Kanzler zeigte dabei ein offenes Ohr für die Anliegen des Bäckerhandwerks und würdigte die Bedeutung des Bäckerhandwerks: „Unsere Brotkultur ist ein Stück Identität unseres Landes. Das Bäckerhandwerk verbindet Tradition mit Zukunft und ist eine starke Säule des Mittelstands. Zugleich leistet die Branche eine beeindruckende Ausbildungsarbeit, dafür verdienen die Bäckerinnen und Bäcker große Anerkennung“, so Bundeskanzler Friedrich Merz.
Bäckerhandwerk legt Trendwende hin
„Die Trendwende bei den Ausbildungszahlen im Bäckerhandwerk setzt sich erfreulicherweise fort – das ist eine sehr gute Nachricht für das Bäckerhandwerk und zeigt, dass unsere Branche gerade bei jungen Menschen attraktiv ist. Dieser Erfolg ist kein Zufall, sondern das Ergebnis kontinuierlicher Arbeit, starker Ausbildungsbetriebe und eines großartigen Engagements vieler Ausbilderinnen und Ausbilder für Ausbildung und Zukunft“, so Ermer.
In den vergangenen Jahren haben der Zentralverband und seine Landesverbände im Bereich Nachwuchs- und Fachkräftesicherung ein umfangreiches Maßnahmenpaket gestartet: Dazu zählen vor allem eine intensive Öffentlichkeitsarbeit für das Bäckerhandwerk und seine Berufe und Karrierechancen, darunter die Kampagne „Back Dir Deine Zukunft“ und der Azubi-Campus, aber auch die deutliche Erhöhung der Ausbildungsvergütungen sowie die Anwerbungen von Auszubildenden aus dem Ausland, insbesondere aus Vietnam.
Besonders dynamisch entwickelte sich die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge: Mit insgesamt 5.463 Neuverträgen lag sie um 14,3 Prozent über dem Vorjahr. Im Bereich Bäcker wurden 2.235 Neuverträge abgeschlossen, was einem Plus von 17,9 Prozent entspricht. Auch im Bereich Bäckerei-Fachverkäufer/in zeigt sich ein klares Wachstum: Die Neuverträge legten um 11,7 Prozent auf 3.163 zu.
Attraktivität des Bäckerhandwerks steigt
Ein Blick in die Statistik zeigt zugleich, dass sich die Ausbildungsstruktur der jungen Menschen im Bäckerhandwerk differenziert entwickelt: Während der Anteil von Auszubildenden ohne Hauptschulabschluss leicht zunahm, stieg zugleich der Anteil der Abiturienten. Dies zeigt die wachsende Attraktivität des Bäckerhandwerks in allen Bildungsgruppen. „Die aktuellen Zahlen zeigen: Das Bäckerhandwerk gewinnt wieder an Attraktivität und bleibt ein zentraler Pfeiler der beruflichen Bildung in Deutschland. Dem Bäckerhandwerk ist es gelungen, das vorhandene Nachwuchspotenzial in Deutschland stärker zu mobilisieren und zusätzlich die Chancen des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes für sich zu nutzen“, so Ermer abschließend.
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