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Score oder intuitiv?

Jetzt bekommt Deutschland also den Nutri-Score. Bundesernährungsministerin Julia Klöckner sprach sich diese Woche für die in Frankreich bereits etablierte Kennzeichnung von Lebensmittel aus, die auf einen Blick zeigt, wie gesund und ungesund ein Produkt ist. Die Verbraucherorganisation Foodwatch jubelt. Von A wie gesund bis E wie zu fett, zu salzig, zu süß. Die Kennzeichnung bleibt freiwillig, doch erste Produkte mit dem Logo sind schon in Supermärkten zu kaufen.

In genau die entgegengesetzte Richtung zielt der Ernährungstrend des Intuitiven Essens. Zahlreiche Medien berichten derzeit darüber, unter anderem das ARD-Fernsehen in der Sendung „Planet Wissen“ am 1. Oktober 2019. „Wir sollten wieder unserem Grundgefühl vertrauen, mehr auf den eigenen Körper hören und lernen zu reflektieren, was uns schmeckt und uns wirklich guttut“, kommentiert Dr. Margareta Büning-Fesel, Leiterin des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE), das dem Bundesministerium für Gesundheit angehört.  

Ernährungswissenschaftler Uwe Knop, Buchautor und Initiator der Bewegung für Intuitives Essen (IE) macht sich seit mehr als zehn Jahren für den Trend stark. Er beriet beim IE-Ernährungsexperiment der WDR-Wissenschaftssendung „Quarks2“ TV-Team und Teilnehmer. „Es ist höchst erfreulich, dass nach unserem ‚Essperiment‘ auch zahlreiche weitere namhafte Medien jüngst ausführlich über IE berichteten – denn das ist kein ‚Trend‘, sondern: Essen mit Selbst-Vertrauen in die eigenen Körpergefühle Hunger, Lust, Genuss, Sättigung und Verträglichkeit ist die ursprünglichste und natürlichste Ernährungsform des Menschen“, ist Knop überzeugt.

IE werde seit vielen Jahren wissenschaftlich untersucht – an deutschen Universitäten und Hochschulen sowie aktuellen Studien. „Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass IE den Menschen wirklich gut tut und nicht nur zum biologischen Wohlfühlgewicht, sondern auch zu mehr Zufriedenheit, Lebensqualität und Freiheit führen kann“, so Knop.