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Ausreichend räumen!

Verkehrswege sollen so geräumt sein, dass sie bei angemessener Vorsicht gefahrlos zu befahren und zu begehen sind. Foto: fotolia

 

Mit weißen Weihnachten hat es auch in diesem Jahr zwar nicht geklappt, aber der Winter hat ja gerade erst begonnen und was nicht ist, kann ja noch werden. Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) gibt vorausschauend einige Sicherheitstipis zur Räum- und Streupflicht auf dem Betriebsgelände. Denn das Schneeräumen auf dem Betriebsgelände, auf Zufahrtswegen, Parkplätzen und Gehwegen, gehört zu den Verkehrssicherungspflichten des Arbeitgebers.

Stürzt ein Betriebsangehöriger auf dem Gelände und verletzt sich, ist er durch die gesetzliche Unfallversicherung versichert, auch wenn sein Arbeitgeber seiner Räum- und Streupflicht nicht nachgekommen ist. Gleichzeitig ist der vor Schadenersatz- oder Schmerzensgeldansprüchen geschützt. Anders, wenn ein Lieferant oder Besucher auf dem Betriebsgelände zu Schaden kommt, weil nicht ausreichend geräumt wurde. Hier kann der Betriebsinhaber wegen der Verletzung der Streu- und Räumpflicht haftbar gemacht werden.

Was bedeutet „ausreichend geräumt“? Die Räum- und Streupflicht auf einem Betriebsgelände ist erfüllt, wenn die geräumten Verkehrswege bei angemessener Vorsicht gefahrlos befahren und begangen werden können. Dafür reicht es aus, genügend breite Geh- und Fahrwege zu schaffen. Eine komplette Räumung ist nicht erforderlich. Zuwege, Zufahrten und Parkplätze müssen zu den Zeiten geräumt bzw. gestreut sein, zu denen nennenswerter Verkehr zu erwarten ist.