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SHB – Wippler wirft hin

Richtungsstreit auf der Mitgliedervertreterversammlung der SHB Allgemeine Versicherung VVaG in Weimar: Michael Wippler, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks, legte dort mit sofortiger Wirkung sein Amt als Aufsichtsrat bei der Versicherung nieder, weil er mit dem Zukunftskurs nicht einverstanden ist. Eine Mehrheit von 90 Prozent hatte zuvor gegen eine Verschmelzung der SHB mit der Signal Iduna Unfall VVaG gestimmt, über die in den Gremien seit drei Jahren diskutiert worden war.

„Ich möchte die Entscheidung der Mitglieder akzeptieren und dem Fortgang der Versicherung nicht im Wege stehen“, schrieb Wippler in einer Mitteilung. „Der Markt hat sich stark verändert und wir wollten hiermit die SHB zukunftsstark und sicher für die nächsten Jahre aufstellen“, schrieb er zur Begründung. „Ich hatte mich in dieser Zeit mit großem Einsatz für diese sinnvolle Eingliederung stark gemacht. Leider konnten wir die Mitgliedervertreterversammlung nicht von den Vorteilen dieses Weges überzeugen.“

Udo Damian, Vorstand der SHB, hält eine Fusion für nicht sinnvoll: „Die Bäcker wollen eine selbstständige SHB, das hat auch die Abstimmung gezeigt. Wir sind wirtschaftlich solide aufgestellt und haben gute Produkte. Aktuell arbeiten wir an einer Ausweitung des Vertriebs auf andere lebensmittelnahe Branchen, um weiter zu wachsen.“ Die SHB sei groß genug um selbstständig am Markt agieren zu können. „Wir leben den Gedanken des Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit. Das passt zum Bäckerhandwerk.“

Insider sind der Meinung, dass der angedachte Partner nicht der richtige ist. Die Signal Iduna hatte im Jahr 2000 die Bäckerpensionskasse übernommen. Mit der Entscheidung seien viele in der Branche nicht glücklich gewesen.