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Ärger um Butterkuchen

Der Butterkuchen der Lübecker Bäckerei Junge enthält nicht ausschließlich Butter, sondern auch Cremepulver, das unter anderem Kokosfett enthält, stellte der NDR in seiner Sendung „Markt“ fest. Das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei in Mecklenburg-Vorpommern wies jetzt darauf hin, dass die Bezeichnung Butterkuchen für dieses Produkt nicht gerechtfertigt sei, berichten die „Lübecker Nachrichten“. „Wir haben einen Fehler gemacht“, teilte Junge-Unternehmenssprecher Gerd Hofrichter mit. Für Handwerksbäcker Tim Gräper von der gleichnamigen Bäckerei in Bad Segeberg geht das gar nicht.

Auch die Rosinenschnecken und der Kranzkuchen von Junge gerieten in die Kritik. Statt hochwertigem Marzipan verwendet die Bäckerei eine Paste, die unter anderem weiße Bohnen, Zucker und Marzipanaroma enthält – und zwar „seit über 30 Jahren unverändert“, so das Unternehmen. Bei Junge zeigte man sich überrascht über die Kritik, schließlich deklariere man die Zutatenlisten der Produkte im Internet und in jeder Filiale: Füllung mit Marzipangeschmack. Unter den weiteren Zutaten tauchen dann die weißen Bohnen und die anderen Zutaten auf. Der Verbraucher hat also die Möglichkeit, sich zu informieren, wenn er sich auf die Suche macht.

Bäckermeister Tim Gräper von der Bäckerei Gräper in Bad Segeberg backt Rosinenschnecken nach dem Rezept seines Großvaters – ganz ohne Pasten und Hilfsstoffe. Für Handwerksbäcker wie ihn kämen in Rosinenschnecken Marzipanfüllmasse und Rosinen rein und mehr nicht, sagt er dem NDR. „Wenn man sich daran ein bisschen orientiert, dann hat man gute Handwerksqualität.“