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Butterpreis bleibt hoch

Auch im August wird es keine Änderung bei den extrem hohen Butterpreisen geben,  sagte Kerstin Keunecke von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) gegenüber der Tageszeitung Freie Presse. Tendenziell dürften die Preise eher noch etwas steigen, wie auch der Milchindustrie-Verband schätzt. Preiserhöhungen bei Croissants, Kuchen und Torten werden damit wohl unumgänglich.

Als Gründe für die extrem hohen Butterpreise sieht Keunecke mehrere Punkte: Die Milchpreisen seien 2015 und 2016 deutlich gesunken. Die Bauern hätten darauf reagiert, indem sie die Viehbestände reduzierten und entsprechend weniger Milch anlieferten. Parallel habe die EU versucht, den Markt zu stabilisieren und kaufte Magermilchpulver zur Einlagerung an. Zudem sei das Exportgeschäft gestiegen. Auch trage eine veränderte Verbrauchernachfrage nach wieder mehr Fett in den Lebensmitteln dazu bei, dass weniger Milchfett für die Butterproduktion übrig bleibe. Die Folge: weniger Angebot bei gleichbleibender Nachfrage.

Mit Prognosen über diesen Sommer halten sich alle Experten zurück. Fest steht nur, dass die Milchanlieferungen nun, wie jedes Jahr, stetig zurückgehen bis zum jährlichen Tiefpunkt im November. Wie sich die Nachfrage bis dahin entwickelt sei offen. Verbraucher würden aber offensichtlich zunehmend auf Mischfettprodukte umsteigen.