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Rewe gegen Schreddern

Rund 45 Millionen männliche Küken werden jährlich nach dem Schlüpfen getötet. Sie legen keine Eier und die Mast ist für die meisten Geflügelhalter unwirtschaftlich. Solche Informationen kommen, ebenso wie andere Auswüchse der Massentierhaltung, bei Verbrauchern immer schlechter an. Zudem passen sie so gar nicht zu Themen wie Nachhaltigkeit und Tierschutz. Der Lebensmittelhändler Rewe hat nun mit einem niederländischen Bruttechnik-Experten ein Unternehmen gegründet, um nach einer anderen Lösung für die Aussortierung zu suchen.

Die könnte in einer an der Uni Leipzig entwickelten Technologie liegen, mit der es möglich ist, das Geschlecht bereits vor dem Ausschlüpfen zu bestimmen. Ausgebrütet würden dann nur noch die Eier aus denen weibliche Tiere schlüpfen. Die anderen Eier werden zu Tierfutter verarbeitet. „Es ist gut, wenn der Handel Verantwortung übernimmt“, kommentierte Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzverbandes. Dennoch sei die Einkaufspolitik des Handels noch immer viel zu sehr auf Billigeinkauf und Preiskampf ausgerichtet anstatt auf das Tierwohl, so der Präsident gegenüber den „Lübecker Nachrichten“. Denn niedrige Preise für Landwirte verhindern bessere Haltungsbedingungen.

Hier informiert die Verbraucherzentrale bei welchen Anbietern Sie bereits heute Eier beziehen können, die auf die umstrittene Kükentötung verzichten.