Top-News

Aufbruchstimmung Fehlanzeige

Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks hatte zu einer Pressekonferenz nach Berlin geladen – doch außer bekannten Zahlen und komplizierten rechtlichen Informationen gab es keine Botschaft. Verschenktes Geld aus Mitgliedsbeiträgen. Ein Kommentar von Mario Töpfer.

Aufbruchstimmung sieht anders aus: Im Meistersaal des Deutschen Handwerks in Berlin verlieren sich ein Dutzend Journalisten von Publikums- und Fachmedien. Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks hat zur Jahres-Pressekonferenz geladen. Doch was ist die Botschaft, fragen sich einige der Journalisten nach mehr als 60 Minuten Vorträgen von Bäckerpräsident Michel Wippler und Hauptgeschäftsführer Daniel Schneider. Rückläufige Betriebszahlen. Bekannt. Weniger Azubis. Nichts Neues. Die Erfolge des Zentralverbandes im abgelaufenen Jahr: Schon mehrfach veröffentlicht. Wem hilft das weiter?

Erst kurz vor Schluss wird es interessanter: Die Handwerksbäcker haben aus dem Institut für Qualitätssicherung von Backwaren (IQ-Back) das Deutsche Brotinstitut gemacht. Es soll nicht nur die Bäcker zu mehr Qualität ermuntern, sondern dem Verbraucher Wissenswertes zu den Themen Brotkultur, Brotprüfung und Brot-Sommelier vermitteln.

Ganz hinten im großen Meistersaal hat die Bäckerinnung Berlin an diesem Tag eine Brotprüfung aufgebaut, die zwei altverdiente Bäcker zusammen mit Michael Isensee von der IQBack durchführen. Ist das das Image, das die Branche haben will? Brauchen wir nicht Aufbruchstimmung, ein positives Bäckerbild und einen intensiven Dialog mit den Kunden? Diese Pressekonferenz hat sie nicht erzeugt.

Foto: Präsentierte vor der Presse negative Zahlen statt mit anderen Themen Aufbruchstimmung zu verbreiten: Bäckerpräsident Michael Wippler.

Quelle: Mario Töpfer

Foto: Michael Wippler, Präsident, und Daniel Schneider, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks e.V.

Quelle: Zentralverband