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250. Jubiläum

Die Klosterbäckerei Fiedler feiert in diesen Tagen ein ganz besonderes Jubiläum: Seit 250 Jahren wird hier gebacken. Bäckermeister Michael Fiedler betreibt das Geschäft angeschlossenem Café und acht Mitarbeitern bereits in der sechsten Generation. „Wichtig ist eine richtige Strategie, um am Markt zu bleiben“, ist der 52-Jährige überzeugt. Bäckerei Fiedler ist die älteste noch arbeitende Bäckerei in Brandenburg. Auch das Fernsehen kam zu Besuch.

„Handwerkskunst muss für den Kunden erkennbar sein“, sagt Fiedler in einem Interview mit der „Berliner Morgenpost“. Man sollte zeigen, aus welchen Rohstoffen die Backwaren hergestellt werden. Kunden gingen zum Bäcker, weil sie handwerkliche und möglichst regionale Produkte erwerben möchten. „Jeder Betrieb muss seine Nische finden“, so Fiedler.

Wer aus der Familie allerdings als nächstes den Betrieb fortführt ist noch ungewiss. Lehrlinge seien schwer zu finden und seine Kinder hätten andere Berufe gewählt. Nun setzt Fiedler auf seine Enkel. Bis bei ihnen der Berufswunsch feststeht, dürfte es allerdings noch etwas dauern. Sie sind ein und zwei Jahre alt. Er selbst stand bereits als Baby im Weidenkörbchen in der Backstube. „Ich wuchs quasi mit dem Duft von frisch gebackenen Broten auf“, sagte er im Zeitungsinterview. Um junge Leute mit seiner Leidenschaft fürs Backen anzustecken, postet er Nachrichten auf Facebook und versucht, das schlechte Image des Bäckerberufes zu widerlegen. Schließlich sei durch Nachtzuschläge ein durchaus gutes Einkommen zu verdienen.

Zur 250-Jahresfeier hat der Bäckermeister ein spezielles Brot für seine Kunden entwickelt: ein Dinkel-Waldstaudenroggenbrot aus alten Getreidesorten. Auch der TV-Sender rbb kam vorbei und produzierte einen kleinen TV-Beitrag. Alles Gute und herzlichen Glückwunsch!