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Reißleine gezogen

Die drei Konzernchefs des schweizerisch-irischen Backwarenkonzerns Aryzta legen zum Ende des Geschäftsjahres Ende Juli ihre Ämter nieder, teilte das Unternehmen mit. Bis dahin habe der Verwaltungsrat ein drei neue Mitglieder umfassendes Executive-Management-Team berufen. Dieser Entscheidung vorausgegangen war eine scharfe Gewinnwarnung: Der Gewinn je Aktie bewege sich nach fünf Monaten im Geschäftsjahr 2016/17 massiv unter dem Vorjahreswert und ein ähnliches Ergebnis ist auch für das Gesamtjahr zu erwarten.

Der Konzern wertete diese Entwicklung zwar als „temporäres Problem“, dennoch kam es laut Medienberichten zu massiven Aktienverkäufen und der Kurs stürzte um 32 Prozent ab, wie die „Neue Zürcher Zeitung“ berichtet. Als Gründe für die schlechte Entwicklung und die trüben Aussichten wurden unter anderem die schwache Entwicklung in Europa sowie der Brexit angeführt. Hauptverantwortlich für das Desaster sei allerdings das „extrem enttäuschende“ Nordamerikageschäft.