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Vor dem Aus

„Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut“, stand auf den Transparenten der enttäuschten Mitarbeiter des TK-Backwarenherstellers in Klötze, Sachsen-Anhalt. Vertreter des Schweizer Mutterkonzerns Aryzta hatten zuvor auf einer Betriebsversammlung die geplante Schließung des Werkes bis Ende August bestätigt. Mehr als 500 Mitarbeiter verlieren in der strukturschwachen Region ihren Arbeitsplatz.

Betriebsratsmitglied Andreas Höppner kritisiert das Vorgehen von Aryzta und die Förderpolitik des Landes und spricht sogar von Fördermittelmissbrauch. Wirtschaftsminister Jörg Felgner (SPD) kann das bislang nicht bestätigen, verspricht aber eine genaue Prüfung.

Das Fricopan-Werk in Klötze ist seit 1996 in Betrieb. 2008 kaufte Aryzta das Werk und erwarb 2013 auch die Großbäckerei Klemme in Eisleben, Sachsen-Anhalt. Seitdem seien mehr als 130 Produkte von Klötze nach Eisleben verlagert worden, so der Betriebsrat gegenüber dem MDR.

Foto: MDR TV-Beitrag