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Bäko bricht Krusten auf

Eröffneten den 31. Bäko-Workshop (von links): Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Schäfer, Marketing-Mann Marcus Höffer und Vorstand Gunter Hahn. Foto: Töpfer

 

Neues Logo, neue Vorträge – und viele junge Teilnehmer: Der 31. Bäko-Workshop wollte „Krusten im Kopf“ aufbrechen – und tat das drei spannende Tage lang in Berlin. Dabei erwies sich das Programm wieder als eine interessante Mischung aus Vorträgen, die zum Nachdenken über das eigene Handeln anregen, und praktischen Tipps fürs Geschäft. Eine erste Auswahl der Vorträge.

Gina Schöler, selbst ernannte „Glücksministerin“ und mit dem Notfallkoffer nach Berlin gekommen, forderte mehr wir und weniger ich, mehr Humor und weniger Verbissenheit – und vor allem solle man Glücklichsein und Arbeiten nicht voneinander trennen, sondern als Einheit leben. Wegen zu viel Arbeit vergessen manche zu leben und das wirke sich negativ aus. Auch auf das Betriebsklima. Glücklichsein heiße nicht, alles durch die rosarote Brille zu sehen und Probleme zu ignorieren. Glücklichsein heiße, die Dinge optimistisch anzugehen und sein eigenes Ego zurückzustellen. Und wenn es mit dem Glücklichsein mal gar nicht klappt? Sich selbst 60 Sekunden im Spiegel anlächeln und die Stimmung steigt verriet die Glücksministerin.

 

Ob Matthew Mockridge das vor seinem Auftritt getan hat, ist nicht bekannt. Gute Laune versprühte er mit seinen Geschichten auf jeden Fall. Und alle hatten einen tieferen Sinn: Wir brauchen mehr Hingabe, mehr Emotionen, um im Beruf erfolgreich (und glücklich) zu sein. Wer sich immer hinter einer Maske verstecke, der werde weder Mitarbeiter noch Kunden für sich gewinnen können. In jedem stecke die Kraft durch eigene Entscheidungen Veränderungen anzustoßen und auch andere Menschen mitzunehmen. Sein Tipp fürs tägliche Leben: „Wenn es Probleme in Ihrem Betrieb gibt, klären sie das offen und direkt mit dem Mitarbeiter und treffen schnelle Entscheidungen, damit sich nichts aufstaut.“

 

 

Um das Thema Unternehmensführung ging es auch bei Bruno Aregger, einem Schweizer Unternehmens-Optimierer, der sich auf kleine und mittlere Unternehmen spezialisiert hat. Jeder Betrieb sollte seine drei Werte definieren, die ihn ausmachen. Dann könnten sich Mitarbeiter leichter mit dem Unternehmen identifizieren und den Sinn in der Arbeit sehen. Und nur Mitarbeiter, die hinter den Zielen stehen, dürften im Unternehmen mitarbeiten. Mit Werten wüssten Kunden wofür ein Unternehmen steht und könnten sich besser damit identifizieren. „Kunden suchen Betriebe, die nicht nur gut backen, sondern auch sagen warum sie backen.“ Die Einzigartigkeit des Unternehmens und der Produkte müsse kommuniziert werden. Seine Tipps: Unternehmen in Teams führen und nicht in starren Hierarchien. Mehr am als im Unternehmen arbeiten.

Was es sonst noch auf dem Bäko-Workshop gab, lesen Sie auf back-intern.de in den nächsten Tagen.

Und wenn Sie im nächsten Jahr dabei sein wollen: Der 32. Bäko-Workshop ist vom 8. bis 10. November 2020 bis in Mannheim zu Gast.