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Lila Bürgschaft

Das Land Mecklenburg-Vorpommern will für die insolvente Bäcker-Kette Lila Bäcker bürgen. Nach Informationen der Zeitung Nordkurier sichert das Land einen Bankkredit in Höhe von zehn Millionen Euro zu 80 Prozent ab, wenn „das Insolvenzkonzept die Zustimmung des Landes finde“, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums der Zeitung. Entscheiden werde der Bürgschaftsausschuss.  Die Ostsee-Zeitung zitiert den Sprecher mit den Worten: „Wir werden nicht sehendes Auges Geld für ein Geschäftsmodell hergeben, das nicht funktioniert.“ Die Prüfung solle in den kommenden Wochen durch Mitarbeiter des Ministeriums und des Beratungsunternehmens PwC erfolgen. Voraussetzung sei zudem, dass am kommenden Montag (12. August 2019) der Gläubigerausschuss für den Insolvenzplan stimmt.

Nach Angaben des Insolvenzverwalters Torsten Martini seien Verhandlungen mit Vermietern für Filialen konstruktiv verlaufen und Absatzziele in einzelnen Filialen übertroffen worden. 270 von 400 Filialen sollen bestehen bleiben. Derzeit seien 2.180 Mitarbeiter bei der Kette tätig. Rund 100 Mitarbeiter würden zudem gesucht. Es soll weitere Umstrukturierungen geben. Geplant ist, die Firmenzentrale mit etwa 20 Mitarbeitern von Pasewalk nach Neubrandenburg zu verlegen.

Auf den Online-Seiten des NDR gibt es vor allem kritische Stimmen zu der Bürgschaft: „Käufer und Investoren sind 2 Banken. Die schwedische SEB und die holländische NIBC. Und die lassen sich Bürgschaften geben! Es ist schon interessant. Deutsche Banken waren nicht bereit diesen Bäcker zu finanzieren“, schreibt der Leser „Der Mann aus Ballin“. Und „Hannes“, kommentiert: „Schade um die 10 Millionen Euro. Das Geld reicht gerade mal für 3 Monate Löhne. Wir sehen uns in einem Jahr in der nächsten Insolvenz wieder.“