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Lindners Botschaft

Der neue Brotbotschafter: FDP-Chef Christian Lindner mit Bäckerpräsident Michael Wippler und der Rheinisch-Westfälischen Brotkönigin Melissa Nietsch.
Foto: Töpfer

 

Seine Worte waren Balsam für die Bäckerseele: Weniger Bürokratie, weniger staatliche Regeln, mehr Eigenverantwortung. Soziale Marktwirtschaft statt Verstaatlichung. FDP-Chef Christian Lindner, Botschafter des Deutschen Brotes 2019, der sein Ehrenamt am 7. Mai in Berlin beim Festakt zum Tag des Deutschen Brotes antrat, machte sich bei seiner Rede viele Freunde.

Bäckerpräsident Michael Wippler hatte zuvor in seiner Laudatio verraten, dass Lindners Großeltern eine Bäckerei hatten und er dort oft zu Besuch war. Eine Vorlage, die Lindner aufnahm: „Die Puddingteilchen hatten es mir angetan. Mit 14 Jahren wog ich 100 Kilo“, gestand der Politiker, der heute schlank ist. „Trotzdem bin ich gegen Zuckerverbote.“ Jeder Mensch müsse selbst entscheiden, was er isst. Statt Puddingteilchen greift Lindner heute lieber zu kräftig gebackenem Brot und bevorzugt das traditionelle Abendbrot.

Lindner lobte die Bäcker für ihren Beitrag zum Standort Deutschland und die Ausbildungsleistung. Das Abitur für alle könne nicht das Ziel sein, berufliche Ausbildung müsse endlich als gleichwertig angesehen werden: „Lieber ein glücklicher Geselle als ein missmutiger Professor“, brachte es Lindner auf den Punkt. Bäckereien seien auch heute noch ein sozialer Treffpunkt, der für eine funktionierende Gemeinschaft wichtig sei. Alles Gründe, die ihn bewogen hätten, die Aufgaben des Brotbotschafters zu übernehmen.