Top-News

Internorga – Konzept vertagt

Herzlich willkommen! Das neue Konzept der Internorga wird um ein Jahr verschoben und soll erst 2021 greifen.

Foto: Hamburg Messe und Congress / Michael Zapf

 

Auf der Internorga 2019 war es das Thema an den Ständen: Wie wird die neue Hallenaufteilung ab 2020 aussehen? Jeder spekulierte, niemand wusste etwas Konkretes, die Messegesellschaft äußerte sich öffentlich nicht. Jetzt wird deutlich warum: Das angekündigte Konzept gibt es noch gar nicht. Und darum wird es die neue Hallenstruktur auch erst ab 2021 geben – so die Planung.

Vorangegangen seien intensive Gespräche zwischen der Projektleitung der Internorga und den Ausstellern vor und während der diesjährigen Messe, heißt es bei der Hamburg Messe. „Uns war und ist es wichtig, die Unternehmen in diesen umfassenden Prozess aktiv mit einzubeziehen. Wir haben im März 2019 mit rund 450 Ausstellern intensive Dialoge geführt“, erklärt Claudia Johannsen, Geschäftsbereichsleiterin bei der Hamburg Messe und Congress GmbH.

Mit Unternehmen aus der Backbranche wurde offenbar nicht sehr intensiv gesprochen, denn während der Internorga berichtete keiner der von back.intern. befragten Aussteller davon. Die Möglichkeit, sich in einer Internorga Lounge zu informieren wurde dem Vernehmen nach nur wenig genutzt, manche Aussteller warten heute noch auf einen Rückruf aus Hamburg.

Jetzt sollen alle Aussteller im Juni/Juli noch einmal angeschrieben werden, um ihre Wünsche bezüglich der neuen Hallenstruktur abzufragen. Vor und während der Internorga 2020 habe man dann noch einmal Gelegenheit mit den Ausstellern über konkrete Platzierungsvorschläge für 2021 zu sprechen: „Wir werden funktionierende Nachbarschaften nicht auseinanderreißen“, versprach Matthias Balz, Projektleiter Internorga, im Gespräch mit back.intern. „Es wird einen neuen festen Anlaufpunkt für Bäcker und Konditoren geben, auch wenn das nicht mehr die Halle B6 sein wird.“

Zutage gekommen seien beim Aussteller-Dialog „Herausforderungen und Fragestellungen, die jetzt genauer evaluiert werden“, wie es in einer Mitteilung der Messegesellschaft heißt. „Die Schlussfolgerungen und Lösungsansätze werden maßgeblich in den neuen Hallenplan einfließen. Zudem haben einige Aussteller den Wunsch nach mehr Planungszeit geäußert, um ihren Messeauftritt neu zu gestalten. Dem möchten wir gern nachkommen“, erklärt Claudia Johannsen die Terminverschiebung. Sie ist überzeugt, dass der Schritt der Neustrukturierung wichtig und richtig ist: „Die Fristverlängerung ändert nichts an der Bedeutung der neuen Hallenbelegung. Dadurch können wir die Bereiche und Marktsegmente für alle Aussteller und Besucher bestmöglich strukturieren.“

Mit der strategischen Neuausrichtung der elf Hallen reagiert die Leitmesse für den gesamten Außer-Haus-Markt auf die besondere Dynamik der Branche, in der Märkte und Segmente sich zuletzt stark verändert haben und in der ehemals unabhängige Branchenzweige inzwischen verschmelzen. Ein weiteres Ziel der Hallenumstrukturierung ist die stringente Besucherführung.