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Mehl treibt Kosten

Nach der schlechten Getreideernte steigen die Mehlpreise. Müssen Brötchen und Brot nachziehen? Foto: Fotolia

Die diesjährigen Erntemengen bei Getreide und Raps liegen erwartungsgemäß weit unter dem Durchschnitt. Das bestätigte jetzt der Erntebericht des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Der Verband des Rheinischen Bäckerhandwerks kündigt drastisch steigende Mehlpreise an. Man rechne mit drei bis vier Euro pro Zentner Mehl. Dieser Preisanstieg sei nicht ohne Preissteigerungen im Brot- und Brötchensortiment zu kompensieren. Hessischen Bäcker haben bereits einige Preise angehoben.

Das sei allerdings nicht für alle Betriebe zwingend nötig, so Daniel Schneider, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes gegenüber der Deutschen Handwerkszeitung. Jedes Unternehmen sei unterschiedlich aufgestellt und jedes Produkt werde individuell kalkuliert, so dass keine pauschale Aussage über eine eventuelle Anpassung getätigt werden könne.

Die deutsche Getreideernte (ohne Körnermais) 2018 werde insgesamt etwa 34,5 Millionen Tonnen erreichen. Gegenüber dem Vorjahr beträgt der Rückgang rund 16 Prozent, im Vergleich zum dreijährigen Durchschnitt (2015-17) knapp 19 Prozent. Abweichend davon seien die Ernteerwartungen bei Obst und Wein. Sie fallen in diesem Jahr deutlich besser aus als im Vorjahr. Den gesamten Erntebericht des BMEL zum Nachlesen gibt es hier.