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Bäcker und Blogger?

Die Münchner Bloggerin Bianca Murthy gibt Antworten, wie Bäckereien digitales Marketing für sich nutzen können.

 

Kein Thema wird derzeit so heiß diskutiert wie der Einfluss von Bloggern und Influencern. Beim ersten iba Blogger Event #blognroll diskutieren am Messesonntag im iba.Speakers Corner in Halle A1 Handwerksbetriebe und Influencer über Erfolgskonzepte von Blogger-Kooperationen. Die Münchner Bloggerin Bianca Murthy verrät vorab, worauf es ankommt.

Warum lohnt es sich für Handwerksbetriebe wie auch für Blogger in Kooperationen zu investieren?
Bianca Murthy: Es lohnt sich in derartige Kooperationen zu investieren, da einerseits die Offenheit für neue (Marketing-)Wege wie auch die Verfolgung neuer Trends („innovatives Denken“) des jeweiligen Handwerksbetriebes hervorgehoben wird, andererseits aber auch neue Zielgruppen (durch die Follower und Leser der Influencer) eröffnet werden. Selbst bei bereits sehr renommierten, traditionsreichen Unternehmen werden durch die Nutzung dieser Marketingmöglichkeiten und -kanäle neue Türen geöffnet. Vor einigen Jahren war es undenkbar, seine Türen für einen Blick hinter die Kulissen zu öffnen und eine solch große und neue Zielgruppe zu erreichen. Influencer – vor allem ab einer gewissen Größe und Reichweite – eröffnen hier komplett neue Möglichkeiten.

Wie kann ein Handwerksbetrieb Blogger auf sich aufmerksam machen?
Bianca Murthy
: Meiner Meinung nach überzeugt als Erstes immer das Wie, sprich: Wie arbeitet der Betrieb hinter verschlossenen Türen und was macht genau diesen Handwerksbetrieb aus. Interessiert mich als Influencer, was dahintersteckt, will ich mehr erfahren, alles verstehen und – als oberstes Ziel – meinen Lesern darüber berichten. So zum Beispiel über die Einladung einiger wichtiger, nennenswerter, bekannter Influencer für einen Blick in das Herzstück des Betriebes (Produktion); das Aufzeigen von vorhandener Transparenz gegenüber dem Endverbraucher/Kunden in der Backstube; die Möglichkeit zum Interview mit wichtigen „Funktionspersonen“ oder auch Personal, das beispielsweise seit mehreren Jahrzehnten im Betrieb tätig ist. Eine gute Vorbereitung ist für den Handwerksbetrieb wichtig. Ich würde Handwerksbetrieben, die noch keinerlei Erfahrung mit Marketing auf dieser Ebene haben, davon abraten, um so nicht das wertvolle und interessante Pulver zu verschießen.

Wann macht eine Kooperation Sinn? Gibt es ein Grundrezept für eine Win-win-Kooperation?
Bianca Murthy: Es gibt natürlich die unterschiedlichsten Ansätze für Kooperationen. Beispielsweise kann das Sortiment des Handwerksbetriebes je nach Saison (zum Beispiel Krapfen, Torten, Eis, Plätzchen, Osterlamm, etc.) und Vielfalt einzeln vorgestellt werden. Meiner Meinung nach gehört es zu einem professionellen Influencer dazu, dass sich dieser gemeinsam mit dem jeweiligen Handwerksbetrieb Gedanken über Umfang, Zeitplan und Inhalt der Kooperation macht. Schließlich kennt der Influencer seine Leser und Zielgruppe am besten.