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Humor aus Dresden

Eigentlich startet der Schutzverband Dresdner Stollen e.V. die Werbung für sein süßes Gebäck nicht vor Oktober. Aber besondere Anlässen bedürfen besonderer Maßnahmen: „Du liebst Euren Dresdner Stollen. Man sieht es dir an.“ So stand es auf Werbeplakaten eines italienischen Magenbitters in der sächsischen Stollenstadt. Die Stollenbäcker konterten mit Humor und kreierten mit ihrer Hamburger Werbeagentur einen Gegenentwurf: „Verbitterte Flaschen gibt’s genug. Hier könnt ihr euch ´ne Scheibe abschneiden.“

„Wir laden die Marketing-Kollegen aus dem Norden natürlich gern ein, sich hier in unserer Stadt selbst ein Bild davon zu machen, wie süß ein Leben mit Dresdner Christstollen ist“, kommentierte Verbandsvorsitzender René Krause. Für die Antwort brach der Verband sogar die goldene Regel, Werbemaßnahmen nicht vor Oktober zu starten.

Weniger lustig, fanden es Hamburger PR-Leute als im Ortsteil Ottensen ein haushohes Werbeplakat des Schnapsherstellers auftauchte mit der Aufschrift: „Früher gab es hier ehrliche Arbeiter. Jetzt gibt es Werber.“ – ausgerechnet in der Straße in der in den Vorjahren nach heftigem Anwohnerprotest ein riesiges Agenturgebäude errichtet wurde. Man schimpfte, echauffierte sich und legte Beschwerde beim Deutschen Werberat. Pikanterweise hatte sich die Werbekampagne mit den Sprüchen für den Schnapshersteller eine andere Hamburger Werbeagentur ausgedacht.

Fotos: Schutzverband Dresdner Stollen e.V.

 

 

 

Dieses Werbemotiv des italienischen Schnapsherstellers nahmen die Dresdner Stollenbäcker als Steilvorlage für ihren Werbekonter.