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ZV zum Dieselurteil

Der Zentralverband des deutschen Bäckerhandwerks nimmt das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts mit Sorge zur Kenntnis. Die Fahrverbote hätten weitreichende Auswirkungen für das Bäckerhandwerk, so ZV-Präsident Michael Wippler. „Betroffen wären zahlreiche Lieferfahrzeuge sowie natürlich unsere MitarbeiterInnen, die teilweise nicht auf den öffentlichen Nahverkehr ausweichen können. Politik und Autohersteller müssen nun zügig Lösungen finden, die sicherstellen, dass unsere Mitgliedsbetriebe weiterhin ihre Geschäfte und Kunden beliefern können und unsere MitarbeiterInnen ihren Arbeitsplatz erreichen“.

Lange Übergangsfristen seien unabdingbar, da zahlreiche Lieferfahrzeuge von der Regelung betroffen wären, so der ZV in seiner Mitteilung. „Die gemachten Fehler in der Automobilbranche dürfen nicht zulasten des Handwerks und der VerbraucherInnen gehen“, so Wippler. „Wir appellieren deutlich an Politik und Autohersteller, zügig Verantwortung zu übernehmen, und Alternativen zu prüfen und zu ergreifen, etwa Nachrüstungen. Die Kosten hierfür müssen von der Automobilindustrie übernommen werden“, bekräftigt Daniel Schneider, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands.
Im aktuellen Koalitionsvertrag hätten CDU/CSU und SPD klar festgehalten, dass Fahrverbote vermieden werden sollen, so dass nun auch entsprechend gehandelt werden müsse. Das Bäckerhandwerk bekennt sich ausdrücklich zum Ziel der Luftreinhaltung in deutschen Kommunen und Städten, weist jedoch auch auf die Notwendigkeit der vom Bundesverwaltungsgericht angemahnten Ausnahmeregelungen im Wirtschafts- und Anwohnerverkehr hin. Der Zentralverband wird sich bei der Ausarbeitung dieser Regelungen weiterhin klar positionieren und die Interessen des Bäckerhandwerks deutlich vertreten.