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Mehrweg to go

Die Gildebäcker von Münster gehen neue Wege: Sie verkaufen ihren Kunden den Kaffee nicht länger in Einwegbechern, sondern in schicken sogenannten Gildebechern: einem robustem Becher aus Edelstahl mit der goldenen Gilde-Brezel aufgedruckt. Kostenpunkt: sechs Euro samt des ersten Kaffees. Weiterlesen.

Mehrweg to go für den Umweltschutz lautet das Motto der Bäcker. „Wir haben uns schon immer darüber geärgert, wenn leere Pappbecher über die Straße fliegen“, sagte Obermeister Georg Krimphove den „Westfälischen Nachrichten“. Die Idee zum Gildebecher stammt vom Münsteraner Bäckermeister Jürgen Jankord von der gleichnamigen Bäckerei. Die Idee war das eine, die Auseinandersetzung mit den Behörden dagegen schon etwas umfangreicher.

Ursprünglich wollten die Bäcker das Konzept eines Bechertausches. Doch das war mit dem Amt nicht zu machen. Jetzt ist jeder Kunde für die Sauberkeit seines Bechers verantwortlich. Die Bäckereien nehmen den Becher nur entgegen und befüllen ihn.

Mit ihrem Kooperationspartner Ebäcko (Einkaufsgenossenschaft der Bäcker und Konditoren) bringen die Münsteraner Bäcker nun erst einmal 4.000 Becher in den Umlauf. Weitere 4.000 sind bereits bestellt. „Aber selbstverständlich können die Kunden auch künftig ihren Kaffee wie bisher in ihrem eigenen Mehrweg-Becher kaufen und genießen“, sagte die stellvertretende Obermeisterin Barbara Altrogge den „Westfälischen Nachrichten“.