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Mehr Vorratsschutzmittel

In der Diskussion um Lebensmittelverschwendung fordert der Verband Deutscher Mühlen (VDM) mehr Aufmerksamkeit für den chemischen Vorratsschutz. Die immer kleiner werdende Wirkstoffpalette erschwere in erheblichem Maße ein nachhaltiges Resistenzmanagement. Resistenzen könnten nur verhindert werden, wenn mindestens drei Wirkstoffgruppen pro Einsatzzweck zur Verfügung stünden. Zudem spricht sich der VDM für die Beibehaltung des Mindesthaltbarkeitsdatums aus.

„Die Politik muss mit dafür Sorge tragen, dass es eine ausreichend große Auswahl an Wirkstoffen für den Vorratsschutz gibt“, sagt Peter Haarbeck, Geschäftsführer des VDM. „Schon heute haben wir eine prekäre Lage, was die zugelassenen Wirkstoffe betrifft.“ Gebraucht würden Rahmenbedingungen, die es der Pflanzenschutzindustrie ermögliche, neue Wirkstoffe auf den Markt zu bringen.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum für Mehl und Mahlerzeugnisse hält der VDM für sinnvoll. „Der Verband Deutscher Mühlen hält die Abschaffung des Haltbarkeitsdatums, insbesondere für Getreideerzeugnisse, weder für zielführend, noch für sachgerecht“, so Haarbeck. Mehle seien zwar lange, aber nicht unbegrenzt haltbar. Die Angabe „mindestens haltbar bis“ gebe klar an, bis wann der Unternehmer in der Pflicht stünde und ab wann der Verbraucher genauer hinsehen müsse, so der VDM.

Fotoquelle: x Beguet-Zefoto.net