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Deutsche Erdbeeren ok

Da Erdbeeren zu den beliebtesten Obstsorten in Deutschland gehören, werden sie regelmäßig auf Rückstände und Krankheitserreger untersucht. Nur in Ausnahmefällen wurden in Erdbeeren zu hohe Rückstände von Pflanzenschutzmitteln gefunden, teilt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mit. Ergebnisse eines Monitorings zu mikrobiellen Verunreinigungen von Erdbeeren zeigten, dass von Erdbeeren ein eher geringes Risiko für Infektionen ausgehen – vorausgesetzt, die Erdbeeren werden vor dem Verzehr gewaschen.

In den vergangenen Jahren wurden pro Jahr rund 900 Proben untersucht, berichtet das BVL. Durchschnittlich mussten 0,3 Prozent wegen zu hoher Gehalte an Pflanzenschutzmitteln beanstandet werden. Importierte Früchte aus Marokko und Ägypten wiesen deutlich mehr Rückstände auf (2,4 % Beanstandungen).

Erdbeeren aus Deutschland wurden durchschnittlich seltener beanstandet (0,1 %) als Ware aus anderen EU-Staaten (0,26 %). In 14 Prozent der Erdbeeren wurden gar keine Rückstände gefunden. Deutlich höher ist die Rate bei Bio-Erdbeeren mit 87 Prozent Früchte ganz ohne Rückstände.

Durch verunreinigtes Bewässerungswasser und organische Düngung können mikrobielle Krankheitserreger auf Obst und Gemüse gelangen. Im Rahmen eines Monitorings wurden seit 2013 insgesamt 825 Proben von frischen Erdbeeren auf diese Erreger untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass von frischen Erdbeeren ein eher geringes Risiko für Infektionen des Menschen ausgeht. Dennoch unterstreiche der Nachweis von potentiell krankmachender Keime in einzelnen Proben die Wichtigkeit, Erdbeeren vor dem Verzehr gründlich zu waschen.

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