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Hausverbot

Handwerkskammer der Pfalz

Die Bäckerei Brand in Kirchheimbolanden in Rheinland-Pfalz hat einem Kunden kurzerhand Hausverbot erteilt. Wie der Geschäftsführer Klaus Brand dem Magazin „Spiegel“ sagte, habe der Mann sich in einer Filiale lauthals darüber beschwert, dass in der Bäckerei ein syrischer Flüchtling beschäftigt sei. Kurz darauf rief er bei ihm in der Zentrale an. „Er ließ einen ganzen Sermon rassistischer Äußerungen bei mir ab, die ich hier ungern wiedergebe“, so Brand. Er sei schockiert gewesen, dass ein Rassist ihn als Geschäftsmann regelrecht erpressen wollte. „Aber ich lasse mich von Rassisten nicht unter Druck setzen.“ Es folgte das Hausverbot.

Mit Blick auf den hohen Stimmenzugewinn der AfD bei der Landtagswahl am vergangenen Sonntag sagte er: „Ich glaube, dass jeder Bürger in gleichem Maße in der Pflicht ist, rechten Stimmungsmachern entgegenzutreten. Wir Unternehmer sollten aber dafür sorgen, dass Toleranz und Offenheit gegenüber anderen zur Firmenkultur gehört.“ Bei der Bäckerei „Brand – Der Donnersbäcker“ arbeiten Menschen aus sechs Nationen.

Foto: Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (4. v. l.) und Handwerkskammerpräsidentin Brigitte Mannert (2. v. l.) mit Flüchtlingsnetzwerkerin Simone Brandt zu Besuch bei Backermeister Klaus Brand (links) und Praktikant Abdulkader Mohamad (rechts).