„Mehrere Tausend Euro im Monat“
An der Zapfsäule wirken sich die Unruhen in der Golfregion sehr spürbar aus. Die Preise für Diesel und Benzin erreichen bislang ungekannte Höhen. Auch der Gaspreis hat sich seit Jahresanfang deutlich erhöht. Diese Entwicklungen treffen energieintensive Handwerksbetriebe wie Bäckereien besonders hart. „Gas- und Strompreise haben wir langfristig abgesichert, aber bei Heizöl und Sprit kommen höhere Kosten auf uns zu“, sagte Andreas Schmitt, Inhaber der Café Ernst Bäckerei & Konditorei in Neu-Isenburg mit 23 Filialen und zwei Produktionsstätten gegenüber der „Deutschen Handwerks Zeitung“. Unterm Strich rechne er mit mehreren tausend Euro pro Monat mehr. Diese Kosten könne er bei der ohnehin vorhandenen Kaufzurückhaltung nur schwer an seine Kunden weitergeben.
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„Wahrscheinlich wird der Öl-Ofen noch einmal teurer“
10.000 Liter Heizöl im Jahr verbrauche die Bremer Bäckerei Büser allein zum Betrieb ihres Öl-Ofens, berichtet das Portal „Buten un binnen“. Schon im April habe Geschäftsführer Peter Büser einen Preisaufschlag von rund 50 Prozent erlebt, als er 3.500 Liter Öl bestellte. Jetzt stehe bald die nächste Bestellung an: „Wahrscheinlich wird der Öl-Ofen jetzt nochmal teurer“, sagt Büser. „Wir wissen bald nicht mehr, wohin und woher.
Zumindest bei den Zulieferer gebe es inzwischen weniger Engpässe bei den Vorprodukten. Die Preise für Zucker und Molkereiprodukte blieben hoch. Preissprünge sehe er bei Lebensmitteln, die er selbst weiterverarbeitet. „Obstsorten, Kirschen, Rhabarber, alles was über die Straße angeliefert wird, das wird teurer“, sagte der Bäckermeister und Obermeister der Bäcker-Innung Bremen. Er gehe hier von weiteren Preissteigerungen zwischen 15 und 20 Prozent aus. „Wir haben im Mai um zehn Prozent erhöht“, sagt der Bäckermeister. Eventuell müssten die Preise für Brötchen und Co. im Herbst nochmal um zehn Prozent steigen. „Und jedes Mal, wenn Sie erhöhen, fallen Ihnen Kunden weg.“ Dennoch habe er keine Wahl, sagte der dem Portal „Buten un Binnen“. „In diesem Jahr habe ich noch kein Geld verdient – wir leben von dem, was wir einnehmen.“ Die vierzehntägigen Betriebsferien im Sommer habe er aus seinen Rücklagen finanziert.
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