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Insolvenz beendet

Langner’s Backparadies Insolvenzverfahren erfolgreich schließt ab. Foto: Screenshot Youtube

 

Rund drei Jahre nach dem Insolvenzantrag von Langner’s Backparadies mit knapp 60 Mitarbeitern und neun Filialen profitieren nun auch die Gläubiger von der erfolgreichen Sanierung der Bäckerei. Sie erhalten rund 45 Prozent ihrer anerkannten offenen Forderungen zurück – und damit überdurchschnittlich viel. Das gab Insolvenzverwalter Tobias Hartwig beim Schlusstermin diese Woche am Amtsgericht Wolfsburg bekannt. Langner’s Backparadies hatte im August 2016 Insolvenzantrag gestellt.

„Die Gläubiger erhalten prozentual fast die Hälfte ihrer anerkannten Forderungen zurück – und damit etwa zehnmal so viel wie in Insolvenzverfahren üblich“, erklärt Hartwig. Nach Ausschüttung der Quote kann das Amtsgericht das Verfahren auch formal beenden. Hartwig führte den Geschäftsbetrieb zunächst fünf Monate fort und verhandelte in dieser Zeit eine komplette Neufinanzierung der Bäckerei unter Einbindung der Gesellschafter und neuer Investoren. Mit der Sanierungslösung gelang es Hartwig, alle Arbeitsplätze zu erhalten. Möglich wurde die hohe Quote auch, weil Hartwig zahlreiche sogenannte Anfechtungsansprüche ermitteln und durchsetzen konnte. Vereinfacht gesagt, habe man Gelder aus der Zeit kurz vor dem Insolvenzantrag zurück gefordert, die angesichts der wirtschaftlichen Schieflage aber nicht mehr hätten gezahlt werden dürfen. Diese Rückforderungen fließen in die Insolvenzmasse und kommen am Ende allen Gläubigern gleichermaßen zugute. In diesem kurzen Youttube-Film berichten die Beteiligten über die gelungene Sanierung.