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Für 40 gehts weiter

 

Fünf Bäckereien im Raum Düsseldorf und Köln übernehmen Oebel-Filialen, sodass der Betrieb dort weitergehen kann. Foto: Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks

 

Drei Wochen nach Insolvenzeröffnung der Aachener Bäckereikette Oebel gibt es für rund 40 Filialen und 240 Mitarbeiter eine Lösung, meldet die als Insolvenzverwalter tätige Kanzlei dfpg. Fast alle Filialen aus dem Großraum Düsseldorf werden von der Bäckerei Brinker übernommen und unter dem Namen Oebel weitergeführt. Ein Großteil der Filialen aus dem Kölner Raum wurden von der Bäckerei Schneider übernommen. Weitere Filialen gingen an die Bäckereien Hardt, Lohner und Merzenich. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden darüber bereits informiert.

„Die Oebel-Gruppe hat seit Längerem Probleme“, erläutert Insolvenzverwalter Dr. Dirk Wegener. Gründe dafür seien vor allem der stetige Wandel des Konsumentenverhaltens zu mehr Qualitätsprodukten gewesen sowie strukturelle Probleme aufgrund der produkt- und logistikseitigen Abhängigkeit von Kronenbrot. „Umso mehr freuen wir uns, dass wir nun nach einem umfassenden Investorenprozess 40 Filialen und deren Mitarbeitern eine Fortführungsperspektive bieten können.“ Der Prozess sei noch nicht zu Ende und man sei überzeugt, noch für weitere Filialen kurzfristig Interessenten finden zu können.

Zur Unternehmensgruppe gehören die Gesellschaften Germania Brot GmbH, Konditorei Brüder Oebel GmbH, Oebel Verwaltungs GmbH, Zareal GmbH, Bäckerei Oebel GmbH und W. Kaiser Feinbäckerei-Konditorei-Betriebe GmbH. Bei Insolvenzeröffnung betrieb Oebel noch rund 100 Filialen. Wegen Personalmangel mussten seitdem weitere 30 Filialen geschlossen werden. Der Verkauf von Backwaren in den übrigen 30 nicht übertragenen Filialen soll zunächst noch aufrechterhalten werden. Sollten sich für die noch vorhandenen Filialen kurzfristig keine Interessenten finden lassen, müssen die Mitarbeiter Ende des Monats gekündigt werden. Bislang seien rund 60 Kündigungen ausgesprochen worden, so der Insolvenzverwalter.