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Auf gutem Niveau

Erste Qualitätsuntersuchungen konstatieren gute Getreidequalitäten. Foto: AdobeStock

 

Das Max-Rubner-Institut hat im Rahmen der Ernte- und Qualitätsuntersuchung erste vorläufige Zwischenergebnisse veröffentlicht. Unterm Strich befände sich die Qualität der deutschen Getreideernte auf einem guten Niveau. Das Institut veröffentlichte die Analyseergebnisse von Winterweichweizen und Roggen. Der durchschnittliche Rohproteingehalt des Winterweichweizens, Sedimentationswert und Feuchtklebergehalt lägen knapp unter den Vorjahresgehalten. In Sachsen-Anhalt und Thüringen sind in diesem Jahr überdurchschnittliche Proteingehalte und -qualitäten zu verzeichnen. Die Stärkebeschaffenheit beim Roggen tendiere auch in diesem Jahr zu sehr hohen Fallzahlen in Folge der trockenen und sehr warmen Witterungsbedingungen.

Die Ergebnisse im Detail

Bezüglich der Kriterien Fallzahl und Auswuchs sei die Weichweizenernte unproblematisch (369 s; 0,02 %); die Naturalgewichte hingegen falle deutlich niedriger (77,2 kg/hl) aus. Der Schmachtkornanteil (1,0 %) liege etwas unter dem Wert des Vorjahres und wird somit zu geringeren Ausbeuteverlusten führen. Der mittlere Ganzkornaschegehalt liege mit 1,62 % i.T. über dem Niveau des Vorjahres. Die Schrotfallzahlen des Roggens lägen mit 282 s um 8 % über den Ergebnissen des Vorjahres, so das Institut. Entsprechend spiegele sich dies in hohen Amylogrammmaxima (2019: 1433 AE) und Verkleisterungstemperaturen (2019: 74,4 °C) wider. Bislang hätten alle ausgewerteten Proben die Anforderungen der Brotroggenqualität erfüllt.

Das Hektolitergewicht hat sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert, der Anteil an Schmachtkorn (4,8 %) ist hingegen deutlich reduziert worden. Bei einigen Partien kann es dennoch zu Ausbeuteverlusten kommen, die Spannweite aller ermittelten Werte reicht von 0,1 % bis 42,9 %. Der mittlere Ganzkornaschegehalt liegt mit 1,74 % i.T. auf dem Niveau des Vorjahres. Der prozentuale Anteil an Mutterkornsklerotien ist in diesem Jahr im Mittel nur geringfügig angestiegen (0,04 %), vereinzelt treten jedoch Proben mit höheren Mutterkorngehalten auch in diesem Jahr auf. In den bisher untersuchten Roggen- und Weizenproben aller Bundesländer zeigen sich überwiegend geringe Gehalte an Deoxynivalenol (DON) und sehr geringe Gehalte an Zearalenon (ZEA), wenngleich in einzelnen Mustern auch höhere DON-Gehalte vorkommen. Die DON-Gehalte liegen bei den bisher erhaltenen Untersuchungsergebnissen im langjährigen, unteren „Normalbereich“. Bislang überschreiten 4 Weizenmuster den zulässigen Grenzwert von 1.250 μg/kg für DON und keine Probe den Höchstgehalt von 100 μg/kg für ZEA.