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Ofen aus bei Kronenbrot

Liebe allein genügt nicht: Kronenbrot stellt zum 31. Juli 2019 den Betrieb ein.

 

Keine Chance auf Sanierung: Die insolvente Bäckereigruppe Kronenbrot stellt zum 31. Juli den Betrieb ein. Das teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Biner Bähr heute mit. „Kronenbrot ist seit vielen Jahren nicht mehr wettbewerbsfähig. Die Produktionsanlagen sind stark veraltet und halten den Anforderungen moderner Produktionsabläufe nicht mehr stand“ , beschrieb Bähr die Situation. Eine Betriebsfortführung sei unter den bisherigen Bedingungen nicht mehr möglich. Alle Versuche, einen Kaufinteressenten für die Bäckereigruppe zu finden, seien gescheitert. Darum habe das Unternehmen keine Überlebenschance mehr.

Das 1865 gegründete Unternehmen hatte seit längerem mit erheblichen Problemen zu kämpfen und war bereits 2016 insolvent gewesen. Am 12. Juni 2019 musste es wegen drohender Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung einen Insolvenzantrag stellen. Danach war der Geschäftsbetrieb nach einer kleinen Pause zunächst fortgeführt worden.

Mit einem Jahresumsatz von 120 Millionen Euro gehörte Kronenbrot nach Angaben des Insolvenzverwalters zu den fünf größten Backwaren-Herstellern in Deutschland. Das Unternehmen produzierte Brot und Backwaren für Lebensmitteleinzelhändler, Discounter, Großverbraucher sowie die Filialen von Backshop-Ketten. Durch die Insolvenz verlieren rund 1.000 Mitarbeiter in den Werken in Köln, Witten und Würselen ihren Arbeitsplatz.