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Mehlrausch aus Bayern

Ein Mehlrausch durch dieses Mehl ist trotz erhöhter Alkaloidgehalte sehr unwahrscheinlich. Foto: Mehlzauber

 

Die Firma Kunstmühle Reisgang aus dem bayerischen Pfaffenhofen muss bei Edeka und Rewe eine Charge ihres Roggenmehls zurückrufen. Der Verzehr könne zu Beschwerden wie Übelkeit, Kopfschmerzen, Bluthochdruck und in seltenen Fällen zu Halluzinationen führen. In einer Charge des „Mehlzauber Roggenmehl Type 1150″ hatte der Hersteller eine erhöhte Menge Ergoalkaloide festgestellt. „Alkaloide finden sich hauptsächlich im Mutterkorn, das auf Getreideähren und Gräsern wächst“, teilte Kunstmühle Reisgang mit. Die Alkaloide werden vom Mutterkornpilz produziert, der auf Getreide vorkommt.

Kundige können aus dem Pilz den Grundstoff für LSD, eines der stärksten bekannten Halluzinogene, gewinnen. Der unverarbeitete Rohstoff ist aber weit weniger wirksam, weshalb die Gefahr eines Rauschs minimal sei. Betroffen von dem Rückruf sei Produkt „Mehlzauber Roggenmehl Type 1150“ mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 17.07.2020. Das Mehl haben ausschließlich ausgewählte Filialen von Rewe und Edeka in Bayern verkauft.