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Fritsch stellt Antrag

Fränkische Fritsch-Gruppe will sich über Insolvenzverfahren sanieren. Foto: Adobe Stock

 

Die deutschen Gesellschaften des Herstellers von Produktionsanlagen für Bäckereien haben heute Insolvenzantrag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt. Ziel sei es, sich über ein Insolvenzverfahren marktkonform aufzustellen und möglichst viele der rund 500 Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern, meldet das Unternehmen. Das Amtsgericht werde zeitnah einen vorläufigen Insolvenzverwalter bestellen, mit dem der Geschäftsbetrieb in vollem Umfang fortgeführt werden soll.

Die Fritsch GmbH hat für sich und die Gesellschaften Fritsch Holding AG, Fritsch Vertriebsgesellschaft GmbH, Fritsch Bakery Systems GmbH, alle aus Markt Einersheim, und Fritsch Service GmbH aus Heilbad Heiligenstadt heute beim zuständigen Amtsgericht in Würzburg wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.Das Amtsgericht werde nun einen vorläufigen Insolvenzverwalter bestellen, der gemeinsam mit dem Vorstand in den kommenden Wochen Sanierungsoptionen und die bereits eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen mit dem Ziel prüft, den Geschäftsbetrieb der Unternehmen fortzuführen.

Mit dem heute gestellten Antrag wolle die Unternehmensgruppe die bestmögliche Chance wahren, sich über ein Insolvenzverfahren nachhaltig zu sanieren. Alexander Schmitz, seit knapp drei Monaten Vorstand der Fritsch Holding AG, sieht gute Chancen, dass dies gelingen kann: „Fritsch hat einen sehr guten Ruf im Markt, die Produkte sind von hoher Qualität und trotz verschärftem Wettbewerb und den Strukturveränderungen im Bäckereigewerbe gefragt“, sagt Schmitz. Der Antrag war notwendig geworden, da die Finanzierung über die nächsten Monate nicht abgesichert werden konnte.