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Die Schokoladensommelière

Ob rot, weiß oder dunkel: Schokoladensommeliere Karin Steinhoff liebt Schokolade über alles. Foto: Sylke Gall, Berlin

 

Weltweit gibt es 30. Eine davon kommt aus Soest. Bäckermeisterin Karin Steinhoff gehört seit Kurzem zum kleinen Kreis der Schokoladen-Sommeliers und Sommelièren. „Mit Schokolade stehen dir alle Türen weit offen, und du spazierst direkt in die Herzen der Menschen“, so die Erfahrung der Bäcker- und Konditormeisterin, Betriebswirtin des Handwerks und Geschäftsführerin der Bäckerei Steinhoff im westfälischen Welver. Den Titel Schokoladensommeliere verleiht die Akademie des Deutschen Bäckerhandwerks nach erfolgreichem Abschluss der Fortbildung in Kooperation mit den Experten von Barry Callebaut und der Chocolate Academy Köln. Steinhoff kreierte einen fein auf die ayurvedische Ernährungslehre abgestimmten Schokoladen-Aufstrich. „Unsere Kunden in den Bäckereien werde ich auf dieser Basis bald mit drei wunderbaren Schokoladenaufstrichen überraschen.“

Inhalte der Fortbildung zum Schokoladensommelier

Im Mittelpunkt der Ausbildung zur Schokoladensommelier und –sommeliere stehen sensorische Fähigkeiten und Fragen wie: Wie lassen sich die unterschiedlichen Schokoladen beschreiben? Welche passt zu welchem Produkt? Zu welchem Gebäck? Zu welchem Wein? Welche Schoko-Trends setzen sich durch? Was passt zu Schokolade? Steinhoff nennt zwei der ungewöhnlicheren Kombinationen: „Vollmilchschokolade schmeckt hervorragend mit einem Hauch Sojasauce, und dunkle Schokolade mit roter Beete. Den Kombinationen sind sowohl im süßen, als auch im herzhaften Bereich fast keine Grenzen gesetzt.“

Eigene Schokoladenspezialitäten für die Bäckerei

Höhepunkt der Ausbildung war für Steinhoff die eigene Projektarbeit. „Ich habe mit meinem Thema jahrtausendealte Hochkulturen verbunden: die vedische Hochkultur Altindiens und die aztekische Hochkultur in der Heimat des Kakaos.“ Im nächsten Jahr feiert die Bäckerei Steinhoff ihr 125-jähriges Bestehen, und die Chefin freut sich darauf, künftig ihren Kunden auch eigene Schokoladenspezialitäten zu präsentieren: „Wenn ich meinen Kunden und Mitarbeitern meine eigene Begeisterung auch nur annähernd vermitteln kann, werde ich in glückliche Gesichter blicken können.“