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Preisfantasien erwartet

Die Getreideerträge in der EU, vor allem im Norden und in der Mitte Europas, sind deutlich geringer. (Foto: fotolia)

Der Erntebericht der Schapfenmühle GmbH & Co. KG fasst die zurückliegende Saison zusammen, analysiert die Auswirkungen der Witterung in Deutschland, Europa und der Welt und gibt eine Prognose über die Getreideversorgung. Die Getreideerträge in der EU seien deutlich geringer, mit besonders großen Einbußen in den wichtigen Erzeugerländern Deutschland, Polen, Tschechien und dem Baltikum. Bei einem gegenüber dem Vorjahr etwas niedrigeren Volumen des Welthandels mit Weizen werde davon ausgegangen, dass Russland nun im zweiten Jahr größter Weizenexporteur sein wird, wenn auch mit einer geringeren Exportmenge als im Vorjahr.

In den Schwarzmeerregionen (Ukraine, Kasachstan) sowie in China werde mit niedrigeren Erzeugermengen als in den beiden letzten Jahren gerechnet. In Indien soll demgegenüber das gute Vorjahresergebnis nahezu erreicht werden.

Der Internationale Getreiderat (IGC) schätzt die globale Weizenerzeugung 2018/19 auf 716 Millionen Tonnen. Zum Vorjahr sind das 42 Millionen Tonnen weniger. Das sei der erste Rückgang seit sechs Jahren. Der kontinuierlich steigende Konsum von Weizen werde bei weitem nicht den voraussichtlichen Bedarf von 734 Millionen Tonnen decken. Dies werde zu Veränderungen der weltweiten Exportströme und Preisfantasien führen, so die Schapfenmühle. Die Kurse für Getreide streben sowohl an der Börse als auch am physischen Markt nach oben.

Den gesamten Erntebericht der Schapfenmühle gibt es hier zum Download.