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Riesiges Echo

Es war eine Kundin der Bäckerei Buck in Langenau, die den Stein ins Rollen brachte. Sie fotografierte das Plakat, das den irrsinnig langen Weg eines Pappkaffeebechers aufzeigt und postete es bei Facebook. Inzwischen wurde es von mehr als 82.000 Nutzern geteilt. Die Stadtverwaltung Langenau bekommt Anfragen von Personen, Behörden und Einrichtungen aus ganz Deutschland, die das Plakat ebenfalls verwenden möchten.

Die Idee für das Plakat stamme von der Uni Tübingen, so ein Verwaltungssprecher. Bäckerei Buck habe die Idee aufgegriffen und sich damit an die Stadtverwaltung gewendet. Daraufhin habe man das Plakat von einem Grafikbüro umgestalten lassen. Der Text ist lang, aber die Botschaft um so deutlicher:

„Es ist ziemlich faszinierend,
dass unsere Gesellschaft an einem Punkt angekommen ist,
an dem es einfacher erscheint,
in Skandinavien Bäume zu fällen,
nach Asien zu verschiffen
unter hohem Wasserverbrauche und Energieaufwand
Becher daraus zu formen,
diese mit Plastik zu beschichten,
welches zuerst gefördert, raffiniert und mit Chemikalien versetzt aufgearbeitet werden musste,
alles zurück nach Europa zu schiffen,
mit dem Lkw quer durchs Land zu transportieren,
den Pappbecher fünf Minuten zu benutzen und
in den Müll zu werfen.
Anstatt die Keramiktasse zurück zur Abgabe zu bringen,
wo sie einfach gespült wird.