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Jubiläumsbrot

Es ist ein Symbol, das 200 Jahre Getreideforschung in sich vereint: Das Jubiläumsbrot der Universität Hohenheim, das die Bäckerei Treiber in Steinenbronn zusammen mit Hohenheimer Getreidewissenschaftlern für das Jubiläumsjahr entwickelt hat. Bei einer Backaktion am Holzbackofen der Universität fiel jetzt der Startschuss für den Verkauf in den 32 Filialen. „Wir freuen uns sehr, mit der Bäckerei Treiber einen kompetenten Kooperationspartner aus der Praxis gefunden zu haben, mit dem wir auch in der Vergangenheit bereits gut zusammengearbeitet haben“, erklärt Prof. Dr. Bernd Hitzmann, Getreidewissenschaftler an der Universität Hohenheim.

„Das Hohenheimer Jubiläumsbrot ist ein handwerklich hergestelltes Vollkornbrot aus Dinkel, Weizen, Roggen und Emmer“, lüftet Treiber-Geschäftsführerin Katharina Fischer das Geheimnis. „Außerdem enthält es Natursauerteig und eiweißreichen Biertreber.“ Das Ergebnis: Sehr überzeugend, fanden die Teilnehmer der Backaktion. Von solchen Köstlichkeiten konnten die Menschen vor 200 Jahren nur träumen. „In der Gründungszeit der Universität Hohenheim aßen die Leute alles, was ihren Magen füllte“, erläutert Prof. Dr. Hitzmann. „Nach dem Ausbruch des indonesischen Vulkans Tambora, der damals in weiten Teilen der Welt für Missernten sorgte, hat man Brot mit allem gestreckt, was sich unter den Teig mischen ließ.“

Wie das aussah, zeigt Dr. Dieter Speidel, Agrarwissenschaftler und Alumnus der Universität Hohenheim. Er hat aus Familienbesitz zwei Original-Hungerwecken aus dem Jahr 1817 mitgebracht. Arrangiert in einem kleinen Kästchen hinter Glas, mit der Inschrift „Anno 1817 haben diese 2 Creuzer Weken 2 1/2 Loth gewogen“. „Es waren offenbar Andenken an die Notzeit“, erklärt Dr. Speidel.