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Die Welt zu Gast

„Es war ergreifend mit Menschen zu sprechen, die von den Folgen des Klimawandels heute bereits unmittelbar betroffen sind“, berichtet Roland Schüren von der gleichnamigen Bäckerei in Hilden. „Als Lebensmittelhersteller und energieintensivstes Handwerk sind wir als Bäcker absolut in der Pflicht.“ Im Rahmen der UN-Weltklimakonferenz in Bonn waren am Samstag Konferenzteilnehmern bei Schüren und ließen sich das Energiekonzept erläutern: Elektromobilität, Sonnenstrom, Abwärmenutzung, Plusenergiehaus, kostenlose E-Ladeplätze. „Bereits heute sind Dreiviertel aller Flüchtlinge Klimaflüchtlinge und der Klimawandel ist bei uns in Deutschland längst angekommen.“

Organisiert von der Energie-Agentur NRW war die Bäckerei eines von 33 Projekten, die besucht werden konnten, um gute Klimaschutzideen, -projekte und -innovationen für die internationalen Gäste sichtbar zu machen. Die Tatsache, dass in diesem Jahr viele Bauern, insbesondere die Biobauern, keine Wintersaat ausbringen konnten, weil die Böden vollkommen durchnässt und unbefahrbar waren, zeige einmal mehr und überdeutlich, „dass der Klimawandel bei uns angekommen ist“, so Schüren. Wie viel möglich ist in Bezug auf Energieeinsparung, Nachhaltigkeit und Effizienz belegen die Bilanzzahlen der Bäckerei bei der Umstellung 2009/2010: „Wir konnten in einem Schritt 90 Prozent des Kohlendioxids einsparen“, so Schüren.

Roland Schüren erläutert den Besuchern der Weltklimakonferenz in Bonn das Energiekonzept seiner Bäckerei.