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Glyphosphat: Ende offen

Die EU ist sich nicht einig. Die Bundesregierung will sich nicht festlegen. So ist die Entscheidung, ob das umstrittene Pflanzenschutzmittel Glyphosphat nach dem Ende der Zulassung Mitte Dezember vom Markt genommen wird, weiter offen. Die Mitgliedstaaten der EU konnten sich diese Woche wieder nicht auf eine klare Position für oder gegen eine erneute Zulassung verständigen. 16 Länder sind für die Verlängerung der Lizenz, zehn dagegen. Deutschland und Portugal enthielten sich. Insgesamt konnte keine Mehrheit erzielt werden. Es wird mit einer erneuten Gesprächsrunde Mitte November gerechnet bei der die EU-Kommission eine noch weitere verkürzte Erneuerung der Lizenz vorschlägt.

Glyphosphat ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Herbizid. Laut einem Bericht der Internationalen Agentur für Krebsforschung (gehört zur Weltgesundheitsorganisation) ist Glyphosphat für den Menschen „wahrscheinlich“ krebserregend. Unbestritten ist, dass der Wirkstoff die Artenvielfalt beeinträchtigt und erheblich zum weltweiten massiven Bienensterben beiträgt.

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