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Stern-Story polarisiert

Ein Kommentar von Mario Töpfer

Da hat man auch mit besten Argumenten einfach keine Chance: Wenn das Magazin Stern mal wieder eine Geschichte über Brot schreibt, dann kann sie nur polarisieren. Denn damit macht der Verlag Auflage. Das gilt nicht nur für Magazine, das gilt auch für die vielen Verbrauchersendungen im Fernsehen. Ob die Verbraucher das wirklich alles glauben?

Das einzige, was hilft, ist aufklären, transparent sagen, wie man produziert. Welche Zutaten eingesetzt werden und warum. Bäcker verwenden ja nichts Gefährliches. Die Zutatenliste auf jedem Fertiggericht ist länger als bei einem Brötchenbackmittel.

Transparenz zu schaffen, wie es sich der Backzutatenverband seit ein paar Jahren auf die Fahnen geschrieben hat, ist der einzige Weg, der langfristig Erfolg hat. Gegen den Stern und den Journalisten mit offenen Briefen zu schießen lenkt nur unnütz die Aufmerksamkeit auf das Medium und erzeugt eher den Eindruck, man wolle auf die Berichterstattung Einfluss nehmen.

Deutschlands Bäcker backen tolles Brot – das sagt ja sogar der Stern-Autor. Zwei hat er getroffen. Die übrigen 12.000 haben jetzt eine gute Vorlage, um mit ihren Kunden ins Gespräch zu kommen.

Foto: Meyermühle