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Wolkenschiff und Wunderkammer

Anfang Oktober ist das neue Kunden- und Veranstaltungsforum von Backgrundstoffehersteller backaldrin The Kornspitz Company feierlich im österreichischen Asten eröffnet worden. Das sogenannte Paneum präsentiert eine umfassende Ausstellung mit mehr als 15.000 Kunst- und Kulturobjekten aus 9.000 Jahren. Das architektonische Konzept und die Planung stammen vom Architekten Wolf D. Prix vom renommierten Architekturbüro Coop Himmelb(l)au.

„Das Paneum soll den Besuchern verdeutlichen, welchen Einfluss und welchen Stellenwert Brot in allen Epochen der Menschheitsgeschichte hatte und bis heute hat“, sagt Paneum-Gründer und backaldrin-Firmeninhaber Peter Augendopler. Er trug in den vergangenen 30 Jahren die umfangreiche Sammlung zum Thema Brot zusammen: ägyptische Kornmumien, Spielzeugautos, peruanische Totempfähle, Meissener Porzellan, chinesische Getreidespeicher, Zunftgeräte, Gemälde und tausende Bücher.

Das Paneum steht mit der Wunderkammer des Brotes für alle Besucher offen. „Diesen Entschluss haben wir erst bei der Realisierung des Projekts gefasst“, erklärt Augendopler. „Wir wollen die Bedeutung von Brot unseren Kunden und der Fachwelt, aber auch der breiten Öffentlichkeit näher bringen.“ Gleichzeitig soll das Paneum ein Ort sein, an dem aus dem Gestern kommend über Brot und seine Zukunft gesprochen, geforscht und nachgedacht werden kann.

Das quaderförmige Sockelgebäude bildet das Fundament des Paneum und beinhaltet das Kundeninformationszentrum und Veranstaltungsforum für bis zu 120 Gäste. Die Wunderkammer des Brotes, die Ausstellung im „Wolkenschiff“, wird über eine spiralförmig angelegte Treppe erschlossen. Der weltweit erste Holzbau in freier Form wurde von Coop Himmelb(l)au minutiös geplant. Das freitragende Wolkenschiff besteht aus mit 3D CNC-Technologie millimetergenau vorgefertigten, miteinander verzahnten Holzbauteilen.

Foto: © PANEUM, Markus Pillhofer