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Tariflohn gefordert

Sieben Bäckereiverkäuferinnen einer Bäckereikette mit Sitz im bayerischen Großostheim bekamen die Kündigung nachdem sie von ihrem Chef die Bezahlung nach Tarif gefordert haben sollen. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) denkt nun an Strafantrag, wie BR24 berichtet.

Die Kette mit Filialen im Aschaffenburger Raum soll nach Aussage der NGG Unterfranken kein Einzelfall sein. Die meisten Bäcker in Unterfranken würden ihren Angestellten zwischen 9 und 10,50 Euro Stundenlohn bezahlen, so NGG-Geschäftsführer Ibo Ocak. Der Tariflohn liege bei über 12 Euro. Die Bäckerei wollte bislang keine Stellungnahme abgeben. Die zuständige Bäckerinnung Aschaffenburg-Alzenau hält sich mit einer Bewertung zurück. „Ob er alle unter Tarif bezahlt, weiß ich nicht, ob es nur die sieben sind, weiß ich auch nicht“ sagte Obermeister Werner Hanf gegenüber BR24. Der Verdacht liege nah, dass gekündigt wurde, weil der Tariflohn gefordert wurde, aber ob es so sei, entziehe sich seiner Kenntnis. Die sieben langjährigen Mitarbeiterinnen indes hoffen, dass sich doch noch alles zum Guten wendet.