Das Bäckerhandwerk auf der Grünen Woche

Das Bäckerhandwerk auf der Grünen Woche

Auch 2026 präsentiert sich das deutsche Bäckerhandwerk auf der Internationalen Grünen Woche, die am Freitag bis zum 25. Januar in Berlin ihre Türen öffnet. Während die Messebesucher in der Schaubackstube die handwerkliche Herstellung hochwertiger Backwaren erleben können, stehe für den Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks vor allem der politische Dialog im Mittelpunkt, meldet der Verband. Zu dden Highlight dürften gehören: eine Podiumsdiskussion mit Spitzenvertretern des Fleischer-, Konditoren- und Bäckerhandwerks, der Backwarengipfel und die Bekanntgabe des Brots des Jahres.

Schaubackstube im Erlebnis-Bauernhof in Halle 3.2
Das Bäckerhandwerk präsentiert sich wie in den vergangenen Jahren mit seiner Schaubackstube im Erlebnis-Bauernhof in Halle 3.2. Dort präsentieren Bäckermeister aus dem Bundesgebiet ihr Können, geben Einblicke in Herstellungsprozesse und informieren über die Vielfalt des Bäckerhandwerks. Gleichzeitig biete die Schaubackstube einen zentralen Anlaufpunkt für politische Gäste, die sich ein direktes Bild von der Bedeutung des Bäckerhandwerks für die Deutschen Brotkultur, aber auch für Versorgungssicherheit und regionale Wertschöpfung machen können, so der Verband. Neben Vertretern der Bundespolitik erwarte man auch Landespolitiker sowie Experten aus Ministerien und Fachbehörden. „Am Stand der Innungsbäcker steht auch 2026 der intensive Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Fachpolitik im Fokus. Wir erwarten zahlreiche Politiker an unserem Messestand und haben mit dem Backwarengipfel ein echtes Highlight zu bieten“, sagt Roland Ermer, Präsident des Zentralverbandes.

Zentrale Anliegen des Bäckerhandwerks
Der Zentralverband möchte als Interessenvertretung des Bäckerhandwerks die Messe nutzen, um zentrale Anliegen des Bäckerhandwerks deutlich zu adressieren. Dazu gehören verlässliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen, ein modernes Arbeitszeitrecht, bezahlbare Energie, der Abbau bürokratischer Belastungen sowie tragfähige Konzepte gegen den anhaltenden Fachkräftemangel. „Die Grüne Woche bietet hierfür eine ideale Plattform, da hier das politische Fachpublikum und das Lebensmittelhandwerk gleichermaßen vertreten sind“, so Roland Ermer weiter.

Podiumsdiskussion, Backwarengipfel und Brot des Jahres
Gute Interessenvertretung brauche enge Verbündete: Die Grüne Woche biete auch eine Plattform, um den Schulterschluss mit anderen Gewerken und Fachverbänden zu stärken. Besonderes Highlight werde dabei ein Empfang des Lebensmittelhandwerks am 22. Januar sein: In einer Podiumsdiskussion mit Spitzenvertretern des Fleischer-, Konditoren- und Bäckerhandwerks werden aktuelle Themen der mittelständisch geprägten Branchen diskutiert und politische Forderungen formuliert. Am 20. Januar um 13.30 Uhr wird am Stand der Innungsbäcker zudem mit dem Backwarengipfel eine Podiumsdiskussion von Vertretern der Getreidewertschöpfungskette (Mühlen-, Backzutatenhersteller, Konditoren und Bäcker) stattfinden. Diese stellt die aktuellen Herausforderungen der Ernährungswirtschaft in den Fokus.

Azubis und Nachwuchsförderung
Auch im Bereich Nachwuchsförderung und Ausbildung möchte der Zentralverband auf der Grünen Woche Akzente setzen: Am Messestand absolvieren Berliner Azubis aus dem Bereich Bäckereifachverkauf Teile ihrer überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung. Gleichzeitig informieren Brotexperten und Fachkräfte über Berufsbilder und Karrierewege im Bäckerhandwerk – ein Signal an die Politik, die Nachwuchssicherung im Handwerk gezielt zu unterstützen. Am benachbarten Stand der i.m.a. (Stand 101) werden an den Messetagen Grundschulkinder und Oberschüler zu einem Frühstück erwartet: Mit frischen Backwaren für einen gesunden Start in den Tag machen Brotexperten den Jüngsten das Bäckerhandwerk schmackhaft. Am 20. Januar wird Bundesernährungsminister Alois Rainer gemeinsam mit ZV-Präsident Ermer das „Brot des Jahres 2025“ dem Messepublikum vorstellen.

Foto: ZV