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Zur Hälfte gerettet

Neue Betreiber konnten für viele Oebel-Filialen gefunden werden. Foto: Screenshot Website Oebel

 

Für weitere zehn Standorte der Unternehmensgruppe Oebel konnten Übernehmer gefunden werden. Damit hat die Hälfte der bei Insolvenzeröffnung noch arbeitenden 100 Filialen neue Betreiber gefunden, darunter die Bäckereien Brinker, Schneider, Klein’s Backstube, Merzenich, Achim Lohner, Hardt, Oehme, Leo, Westerhorstmann und Horsthemke. Rund 280 Mitarbeiter wurden übernommen. Die übrigen Filialen, die nicht übertragen werden konnten, sind diese Woche planmäßig geschlossen.

„Mein Fokus lag in den letzten Wochen darauf, möglichst vielen Mitarbeitern und Standorten eine Perspektive zu bieten“, sagt Insolvenzverwalter Dr. Dirk Wegener. Dabei habe man um jede Filiale gekämpft. „Es stimmt mich zuversichtlich, dass viele Mitarbeiter aus Standorten, die leider geschlossen wurden, bereits neue Stellen im Einzelhandel oder in Wettbewerbsbäckereien gefunden haben.“ Schon im vorläufigen Insolvenzverfahren, somit vor der eigentlichen Insolvenzeröffnung, wurden rund 30 Filialen von neuen Betreibern übernommen. Damit konnten im gesamten Verlauf des Verfahrens für rund 80 Filialen, also mehr als die Hälfte der bei Insolvenzantragstellung vorhandenen 153 Filialen, und etwa 340 Mitarbeiter eine Lösung gefunden werden.

Das Amtsgericht Aachen hat am 1. Oktober das Insolvenzverfahren über die fünf operativen Gesellschaften der Unternehmensgruppe Oebel eröffnet und Dr. Dirk Wegener von der Wirtschaftskanzlei dhpg zum Insolvenzverwalter bestellt. Zur Unternehmensgruppe gehören die Gesellschaften Germania Brot GmbH, Konditorei Brüder Oebel GmbH, Oebel Verwaltungs GmbH, Zareal GmbH, Bäckerei Oebel GmbH und W. Kaiser Feinbäckerei-Konditorei-Betriebe GmbH.