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Oebel in Schieflage

Homepage von Oebel: Kein Wort zur Insolvenz, keine Informationen für Kunden. Screenshot: back.intern.

 

Die Aachener Unternehmensgruppe Oebel hat am 9. Juli 2019 beim Amtsgericht Aachen den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt, wie die Wirtschaftskanzlei dhpg mitteilte. Die Bäckereikette ist in Nordrhein-Westfalen mit mehr als 150 Filialen vertreten und beschäftigt rund 940 Mitarbeiter. Vorläufiger Insolvenzverwalter ist Dr. Dirk Wegener von der dhpg. Die Geschäftsführung von Oebel beabsichtige in Absprache mit dem Insolvenzverwalter und den Gläubigern, den Geschäftsbetrieb in den kommenden Wochen fortzuführen und zugleich Sanierungschancen auszuloten. Ab Sonnabend, 13. Juli 2019, sollen die Filialen wieder öffnen. Die Lohnansprüche seien über das Insolvenzgeld abgesichert. Auslöser für die Schieflage seien Logistik-Probleme infolge der Insolvenz des Lieferanten Kronenbrot sowie unerwartet massive witterungsbedingte Umsatzeinbrüche im Juni 2019. Insolvenzanträge wurden gestellt für Germania Brot GmbH, Konditorei Brüder Oebel GmbH, Oebel-Verwaltungs-GmbH, Zareal GmbH, Bäckerei Oebel GmbH und die W. Kaiser Feinbäckerei Konditorei Betriebe GmbH.