Top-News

EU-Grenze Transfette

Auch in Croissants stecken meist ziemlich viel ungesunde trans-Fettsäuren. Foto: Fotolia

 

Sie stecken in Croissants, Keksen und Kuchen ebenso wie in Chips, Panaden, Pizza und Burger. Die Rede ist von sogenannten Transfetten – künstlich gehärtete Fette, die das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen können, wenn sie in größeren Mengen verzehrt werden. Die EU-Kommission hat nun einen Gesetzentwurf zur Begrenzung von Transfetten in Lebensmitteln veröffentlicht. Ab 2021 sollen die Gehalte von industriellen trans-Fettsäuren (TFA) auf zwei Prozent begrenzt werden.

Bislang gelten in der Europäischen Union nur Grenzwerte für trans-Fettsäuren in Fetten und Ölen für Säuglingsnahrung und Olivenöl. Dänemark hingegen hat bereits 2003 eine gesetzliche Obergrenze von maximal zwei Prozent für industriell bedingte trans-Fettsäuren in der Fettfraktion von Lebensmitteln festgeschrieben und gilt damit als Vorreiter.

In den USA sind Transfettsäuren seit vergangenem Jahr ganz verboten. Die US-amerikanische Lebensmittelüberwachungsbehörde (FDA) hat 2017 den teilgehärteten Fetten den sogenannten GRAS-Status für Lebensmittel entzogen. Sie gehören damit nicht länger zu den „allgemein als sicher anerkannten“ Lebensmitteln und müssen von den Herstellern innerhalb der nächsten drei Jahre aus den Rezepturen entfernt werden.

Der Verband der Ölsaaten verarbeitenden Industrie in Deutschland (OVID) begrüßt diesen Schritt. „Durch innovative Verfahren ist es der Branche bereits heute möglich, den vorgeschlagenen Grenzwert einzuhalten“, kommentierte Gerhard Brankatschk, stellvertretender Geschäftsführer von OVID. Jedoch fehle im Entwurf die Streichung der gesetzlich vorgeschriebenen und irreführenden Kennzeichnung der Fetthärtung auf Lebensmitteln. Da kein Verbraucher den Unterschied zwischen Teil- und Vollhärtung verstehe, fordert der Verband die Abschaffung der Härtungskennzeichnung.