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Die Zacharias-Gewinner

Gruppenbild mit Bettina Wulff: Die Zacharias-Preisträger am Freitagabend in der BMW-Welt in München.  Foto: Charles Diehle

 

Glückliche Sieger und jede Menge Emotionen bestimmten am Freitagabend das Bild in der BMW Welt in München. CSM vergab dort zum 29. Mal den renommierten Branchenpreise Zacharias, der Kommunikationspreis für Handwerksbäcker. Mit der Auszeichnung wurden herausragende Beispiele vorbildlicher Vermarktungskonzepte und Öffentlichkeitsarbeit rund um handwerklich hergestellte Backwaren gewürdigt.

Der Zacharias ging dieses Jahr an die Bäckerei Steinleitner aus Straubing, Fickenschers Backhaus aus Münchberg sowie die Urgetreide-Landbäckerei Trittmacher aus Malschwitz. Darüber hinaus konnte sich der Bäckerinnungsverband Niedersachsen/Bremen (BIV) über den Sonderpreis der Jury 2018 freuen. Die erstmals verliehene Auszeichnung für das Lebenswerk ging an das Ehepaar Rosa und Hermann Ackermann von der Dorfbäckerei Ackermann in Mandelbachtal.

Überreicht wurden die von CSM gestifteten Trophäen im Rahmen eines Festakts am 14. September von Christian K. Filseth (Regional Channel Director Traditional Trade DACH/Nordics bei CSM Bakery Solutions), Manfred Laukamp (Lead of Activation DACHE bei CSM Bakery Solutions) und Frank Breuer (Senior Activation Manager DACHE bei CSM Bakery Solutions). Die Laudatio für den Sonderpreis der Jury hielt Mario Töpfer, Chefredakteur der Fachzeitschrift back.intern.

Die Gewinner-Konzepte in Kurzform:

Bäckerei Steinleitner GmbH & Co. KG (Inhaber: Markus Steinleitner) aus Straubing: „Brot, gebacken wie zu Großmutters Zeiten“ – unter diesem Motto hat sich die Bäckerei Steinleitner das ehrgeizige Ziel gesetzt, dem Brot wieder den Stellenwert zu geben, den es verdient. Dabei war es Stefanie und Brotsommelier Markus Steinleitner wichtig, den Urgenuss von Brot wieder aufleben zu lassen und die Unterschiede von Handwerk und Industrie aufzuzeigen. Um ihr Ziel zu erreichen, haben sie eine 3-Säulen-Kampagne aus „Schulaktion“, „Deutscher Brotvielfalt“ und „Regionalität“ entwickelt und damit nicht nur eine breite Zielgruppe angesprochen, sondern auch verschiedenste Kommunikationskanäle bespielt.

Fickenschers Backhaus GmbH (Inhaber: Andreas und Florian Fickenscher) aus Münchberg: Bäckermeister und Brotsommelier Andreas Fickenscher wollte das Brotbacken neu denken. Dabei war es sein oberstes Ziel, die Themen „Regionalität“ und „Erhalt der Artenvielfalt in der Landwirtschaft“ aufzugreifen und dabei mehr Wertschätzung für handwerklich hergestellte Backwaren und den Beruf des Bäckers zu erzielen. Dies ist ihm im Rahmen seines nachhaltigen Crowdsourcing-Projekts „Das Heimatbrot“ in Verbindung mit den begleitenden PR- und Marketingmaßnahmen eindrucksvoll gelungen.

Urgetreide-Landbäckerei Trittmacher GmbH (Inhaber: Karl-Wilhelm Trittmacher) aus Malschwitz: Die Urgetreide-Landbäckerei Trittmacher wollte ihr Firmenprofil qualitativ neu ausrichten. Dabei setzte sie auf die Verknüpfung von Regionalität und Urgetreide und versteht sich seit dem Sommer 2017 als erste Urgetreidebäckerei Deutschlands. Die Zacharias-Jury überzeugte sie durch einen durchdachten Dreiklang aus Neugestaltung, Neupositionierung und Vermarktung. Im Rahmen der Neupositionierung als reine Urgetreidebäckerei stellten Ute und Karl-Wilhelm Trittmacher ihr gesamtes Brot- und Feingebäcksortiment sowie ihre Brötchen auf Urgetreide um.

Sonderpreis der Jury 2018: Bäckerinnungsverband Niedersachsen/Bremen (BIV): Mit der Aktion „Backen für Gerechtigkeit: Das Reformationsbrötchen“ ist es dem BIV und seinen Kooperationspartnern nicht nur gelungen, Menschen das Reformationsjubiläum schmackhaft zu machen. Sie haben es auch geschafft, Aufmerksamkeit für das niedersächsische Bäckerhandwerk zu erregen, sein Image zu stärken und die Umsätze in den teilnehmenden Betrieben zu steigern. Als Testimonial konnte der BIV Reformationsbotschafterin Bettina Wulff gewinnen, die eigens zur Zacharias-Verleihung nach München gekommen war. Für dieses beispielhafte Engagement, gepaart mit einer eindrucksvollen PR- und Marketingleistung, verleiht die Zacharias-Jury den Sonderpreis 2018.

Auszeichnung für das Lebenswerk: Rosa und Hermann Ackermann: Besondere Leistungen verdienen besondere Anerkennung. Deshalb hat die Zacharias-Jury in diesem Jahr erstmals eine Auszeichnung für das Lebenswerk verliehen. Preisträger sind Rosa und Hermann Ackermann von der Dorfbäckerei Ackermann in Mandelbachtal im Saarland – zwei Menschen, die seit 63 Jahren glücklich miteinander verheiratet sind und die sich nach mehr als 20 Jahren nach ihrem Eintritt in das gesetzliche Rentenalter immer noch Tag für Tag in den Dienst des Bäckerhandwerks stellen. Ihre Philosophie: „Arbeit ist unser täglich Brot – Brot ist unsere tägliche Arbeit“. Mit ihrem unermüdlichen Einsatz gepaart mit einer bewundernswerten Zufriedenheit gehören sie zu den besonderen Persönlichkeiten des deutschen Bäckerhandwerks.