Top-News

Düstere Prognosen

Die deutsche Getreideernte wird aufgrund langanhaltender Trockenheit und Hitze deutlich schwächer ausfallen als im Vorjahr. Wie Bauernverband und Raiffeisenverband melden, wird die Ernte 2018 mit rund 41 Millionen Tonnen neun Prozent niedriger ausfallen als 2017. Fast relevanter als die Mengen wird die Kornqualität sein. Auch wenn es an der Korngröße mangele, die Korngesundheit sei gut, meldet der Infodienst AMI. Die Preise für Getreide steigen seit Juli merklich und es sei fraglich ob es den sonst typischen Ernteknick bei den Preisen in diesem Jahr geben werde.

Nicht nur in Deutschland sehe es mit der Getreideernte nicht gut aus, auch Frankreich und Großbritannien melden Prognosen, die alle unter der Vorjahresmengen lägen. In Deutschland sieht es besonders in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Thüringen schlechter aus. In Schleswig-Holstein lässt sich mit einem prognostizierten Ernterückgang von 42 Prozent sogar von einer Missernte sprechen.

Die Brotgetreidepreise legten, unterstützt von den internationalen Terminbörsen, etwas zu, meldet der AMI. Die Brotgetreidegeschäfte liefen derzeit sehr ruhig. Es werde der Fortgang der Ernte und deren Ergebnisse abgewartet. Die Angaben zur Qualität seien unterschiedlich und würden von hohen Proteingehalten bis zu sehr niedrigen Fallzahlen reichen. Am Markt sei derzeit nur wenig Brotgetreide im Angebot.